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Die Streifengans, hier am Seeufer in Gmund, stammt ursprünglich aus Zentral- und Südasien.

Da kommt sie her

Eine Exoten-Gans aus Asien am Tegernsee gesichtet

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Seit rund zwei Wochen lässt sich’s eine Streifengans, die ursprünglich aus Zentral- und Südasien kommt, in Gmund gut gehen. Da kommt sie her.

Gmund - Der Gmunder Wolfgang Hiller vom Landesbund für Vogelschutz kennt den Gast und kann ihn zweifelsfrei zuordnen. „Ich habe ein Bild der Gans ins Internet gestellt und Meldung von der Gänsemutter aus München bekommen, dass sie dort ausgebüxt ist“, sagt Hiller. Also von einer Kümmerin aus München.

25 Streifengänse leben im Englischen Garten. Ob die Verantwortlichen den unberingten Neu-Tegernseer wieder zurück in die Landeshauptstadt holen werden, weiß Hiller nicht. „Ich habe eine Anfrage gestellt. Die sollten sich überlegen, wie es sinnvollerweise mit dem Tier weitergeht“, findet der Artenschutzreferent. Zwar sei das Tier hübsch anzusehen. „Es handelt sich aber um eine Faunenverfälschung, die den natürlichen Bestand gefährdet.“ 

Er habe den Gänsevogel, den Spaziergänger gesichtet hatten, als sehr zutraulich und „nicht ganz normal“ erlebt. „Ich dachte schon, sie will mit mir heimgehen“, berichtet der ehemalige Biologie-Lehrer und lacht. Dass inzwischen häufiger nicht-endemische Arten am Tegernsee zu finden sind, bereitet Hiller Sorgen. „Wir brauchen bald nicht mehr in den Tierpark zu gehen.“ Die Gans jedenfalls erstaunt den Experten: „Sie ist wohl sehr lebenstüchtig, wenn sie es so lange bei dieser Kälte aushält.“

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