Die Verleihung der Urkunden an Rektor Tobias Schreiner wurde mit einem digitalen Festakt gefeiert. Mit dabei war auch Landtagspräsidentin Ilse Aigner.
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Die Verleihung der Urkunden an Rektor Tobias Schreiner wurde mit einem digitalen Festakt gefeiert. Mit dabei war auch Landtagspräsidentin Ilse Aigner.

„MINT-freundlich“ und „digitale Schule“

Einen Meilenstein erreicht: Realschule in Gmund erhält zwei Auszeichnungen

  • Alexandra Korimorth
    vonAlexandra Korimorth
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Eine Auszeichnung im Doppelpack gab es jetzt für die Realschule in Gmund. Sie darf sich künftig „MINT-freundlich“ nennen und ist zudem eine „digitale Schule“. Damit gehört sie zu einem erlesenen Kreis.

  • Die Realschule Tegernseer Tal wurde gleich mit zwei Prädikaten ausgezeichnet
  • Sie darf sich künftig „MINT-freundlich“ und „digitale Schule“ nennen
  • Die Verleihung der Urkunden fand bei einem digitalen Festakt statt

Gmund – Dass in diesen Zeiten ein großer Festakt auf digitale Weise mit Stil gefeiert werden kann, bewies jetzt die Realschule Tegernseer Tal. Sie feierte die Auszeichnung zur „MINT-freundlichen Schule“ und „Digitalen Schule“. Dabei schlug der Schulleiter auch kritische Töne an.

Mit dabei waren neben Landtagspräsidentin Ilse Aigner auch Bundestagsabgeordneter Alexander Radwan, Landrat Olaf von Löwis, Ministerialbeauftragter Wilhelm Kürzeder, Talbürgermeister, Partner der regionalen Wirtschaftsunternehmen, Lehrer, Schüler und Eltern. Alle rund 50 Teilnehmer hatten vorab ein Päckchen mit einer Grundausstattung für den Festakt erhalten – neben den Zugangsdaten zum Zoom-Meeting einen Piccolo mit Glas und ein Programm. So konnte der Anlass gebührend gewürdigt werden.

Nur ein kleiner Kreis an Schulen darf beide Prädikate führen

Das galt es gleich doppelt zu tun. Denn während die Feier zur im Dezember 2019 erhaltenen Auszeichnung „MINT-freundliche Schule“ coronabedingt quasi „nur“ nachgeholt wurde, war die Freude über das Prädikat „Digitale Schule“ noch ganz frisch. Die „Nationale Initiative MINT Zukunft schaffen“ hatte es der Realschule Tegernseer Tal Anfang Dezember zusammen mit 15 weiteren Schulen erstmals verliehen. Die Realschule Tegernseer Tal zählt damit deutschlandweit zum sehr kleinen Kreis von Schulen, die beide Prädikate führen dürfen.

Aigner: MINT-Schüler mit hervorragenden Berufsaussichten

Aigner betonte die geradezu tragende Bedeutung solcher Schulen: „In fast allen Bereichen der Arbeitswelt werden in Zukunft MINT-Kompetenzen erforderlich sein. Das bedeutet hervorragende Berufsaussichten für unsere MINT-Schülerinnen und Schüler.“ Die beiden Auszeichnungen seien ein Meilenstein in der Entwicklung der Gmunder Schule.

Lesen Sie hier: Realschule Tegernseer Tal: Gut vorbereitet für digitalen Unterricht

Aigner räumte Bezug nehmend auf die Festrede von Schulleiter Tobias Schreiner ein, dass Corona viele Abläufe auf den Kopf gestellt, aber auch viele Abläufe beschleunigt habe. Schreiner hatte eingangs festgestellt, dass Schule ein ständiges Entwicklungsprojekt und Schulentwicklung somit nie abgeschlossen sei: „Sie ist ein Dauerzustand, eine beständige Schleife aus Evaluation, Versuch, auch Irrtümern und Beibehaltung dessen, was sich bewährt. Schreiner machte dabei auf die aktuellen Herausforderungen aufmerksam. Er monierte unter anderem die mangelnde Konzentration auf funktionierende Profi-Tools. Stattdessen setze man auf Eigenentwicklungen, „die der Last der Nutzung im Echtbetrieb auch nach Monaten noch nicht standhalten“.

Schulleiter bedauert, dass Chancen der Digitalisierung nicht genutzt werden

Vor allem aber bedauerte der Rektor sehr, dass die Realschule Tegernseer Tal seit September auf die Möglichkeit erneuter Schulschließungen vorbereitet gewesen sei und das Konzept für den Distanzunterricht gestanden habe, jetzt aber „wegen des Wunsches, alles einheitlich zu regeln“ nicht zum Zuge komme: „Dass Chancen ungenutzt bleiben, ist schade“, sagte Schreiner, der seine Kritik in diesen Tagen bereits öffentlich geäußert hatte.

Alexander Radwan dankte der gesamten Schule, dass sie den digitalen und den MINT-Weg eingeschlagen habe: Die Herausforderungen der Zukunft – egal ob in der Klimafrage, in der Welternährung und Flüchtlingsfrage oder in einer Pandemie – seien nur mit Wissenschaft und Technik zu lösen. Und auch Ministerialbeauftragter Kürzeder betonte, wie sehr die Arbeitswelt im Umbruch sei. MINT – die Abkürzung steht für die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – sei das Zauberwort und Schulen müssten darauf reagieren.

Ehe sich die Teilnehmer in kleinere digitale Gruppen zum Feiern aufteilten, blieb Landrat von Löwis nur noch zu bekunden, wie stolz er auf die Realschule Tegernseer Tal sei, die die Probleme der Digitalisierung nicht nur gemeistert, sondern genossen und bayernweit konkret positive Impulse in anderen Schulen gesetzt habe.

ak

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