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Herausnehmen und servieren: Erfinder Horst Veith demonstriert das „Taeblett“ mit seinem Drehteller. Der Kühlschrank-Einsatz kommt bald auf den Markt und kostet zwischen 39 und 69 Euro.

Ist das der nächste große Coup von Horst Veith?

Erfinder des Knick-Strohhalms macht neue Entdeckung: das "Taeblett"

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Finsterwald – Als Erfinder und Hygiene-Experte hat sich der Finsterwalder einen Namen gemacht. Der neueste Clou von Horst Veith: ein absolut reiner Kühlschrank.

In den Küchen dieser Welt, davon ist Horst Veith überzeugt, gibt es noch viel zu tun. Hier will der Erfinder seinen Hygiene-Streifzug fortsetzen, den er 1991 mit einem Spezialreinigungssystem für Matratzen so erfolgreich begonnen hat. Diese Methode, die mittels UVC-Strahlung jeder Milbe den Garaus macht, hat den am Tegernsee und auf Mallorca lebenden Veith bekannt gemacht. Seither haben ihn zahlreiche Fernsehsender als Hygiene-Fachmann und Matratzen-Tester gebucht. Mit versteckter Kamera brachte er selbst in ägyptischen Fünf-Sterne-Hotels Unappetitliches auf den Betten zum Vorschein.

Ob Veiths Innovationen für die Küche eine ähnlich durchschlagende Wirkung haben werden, bleibt abzuwarten. Doch der Erfinder mit den grauen Haaren und dem gewinnenden Fernseh-Lächeln ist überzeugt: „Es ist an der Zeit, die Haushalte aufzupeppen – hier gibt es unheimlich viel Potenzial.“ Im Labor seines stattlichen Anwesens in Finsterwald, das Veith seit vier Jahren mit Lebensgefährtin Monika Wittmann bewohnt, hat der Mitsiebziger (sein genaues Alter will er nicht verraten) das neueste Produkt entwickelt. Ein „Taeblett“ für den Kühlschrank, das Keime, Schimmel und üblen Geruch für immer verbannen soll. Die Zeit dafür sei reif, der Bedarf groß, findet Veith. Schon ab November soll das „Taeblett“ übers Internet und über Teleshopping erhältlich sein, später auch im einschlägigen Fachhandel.

Und so funktioniert’s: Ein Glasboden im Kühlschrank wird durch das größenverstellbare „Taeblett“ ersetzt. Darauf befindet sich ein Drehteller, der mit allem bestückt wird, was täglich an Lebensmitteln gebraucht wird. Den Teller kann man bei Bedarf herausnehmen, Frischkäse und Co. direkt zum Tisch bringen und anschließend zurück in den Kühlschrank verfrachten. „So verschwindet der Joghurt nicht in der letzten Ecke und vergammelt dort“, erklärt der Unternehmer. Integriert ist in das „Taeblett“ außerdem ein Reinigungssystem, das mittels auswechselbarer Patronen ein Sauerstoff-Gemisch im Kühlschrank verströmt. Eine Reinigung ganz ohne Chemie also. „Die Uni Hannover hat es getestet. Damit werden 99,9 Prozent aller Keime im Kühlschrank vernichtet“, versichert Veith, der sich selbst als Autodidakt bezeichnet. Vorteil für den Verbraucher: Die Lebensmittel würden dreimal länger halten.

Im eigenen Haushalt hat Veith den innovativen Kühlschrank-Einsatz freilich längst installiert. „Ich teste alles in der eigenen Küche“, sagt er. „Zu meinem Leidwesen“, fügt Lebensgefährtin Monika Wittmann lachend hinzu. Denn ein Ende des Veithschen Ideenreichtums ist nicht in Sicht.

Längst tüftelt der Hygiene-Verfechter, der früher in Rottach-Egern gewohnt hat, an einer weiteren „Problemlösung“ für die Küche. Stolz zeigt er Skizzen von einem Staubsauger-Modul, das nach Belieben in einem Oberschrank in der Küche eingebaut werden kann. Mit dem daran befestigten Schlauch könne man sämtliche Küchen-Flächen absaugen und feucht wischen. Der gammlige Spüllappen hätte damit endgültig ausgedient, sagt der Erfinder.

Es könnte also gut sein, dass zu den bestehenden Patenten Veiths bald neue hinzukommen. Schon jetzt kann der Finsterwalder eine ganze Reihe der Urkunden präsentieren. Sauber aufgereiht und gerahmt hängen sie an der Wand seiner Garage. Eine stattliche Galerie der Erfindungen.

Die berühmteste unter ihnen – und eine, die wohl jeder schon einmal in Händen hielt – ist der knickbare Strohhalm. Als Mittzwanziger hat Veith diesen großen Wurf gelandet. Obwohl es sein wohl größter Erfolg war, spricht er heute nicht mehr gerne über die „Strohhalm-Story“. Die Rechte an dieser Erfindung habe er damals viel zu billig für ein paar Millionen Mark verkauft. Das, so darf man sicher sein, würde dem Serienerfinder von heute nicht mehr passieren.

gab

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