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Erfolg für die kleine Wasserkraft

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Von: Gerti Reichl

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Florian Kohler Kämpfer für die Wasserkraft.
Florian Kohler: Kämpfer für die Wasserkraft. © THOMAS PLETTENBERG

Im Streit um die Wasserkraft und die Einspeisevergütung im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zeichnet sich ein Happy End für die kleineren und mittleren Wasserkraftanlagen bis 500 Kilowatt ab. die Ampel-Regierung lenkt ein.

Gmund - Wollte die Ampel-Regierung in der Neufassung des EEG kleine Wasserkraftwerke aus der Förderung rausnehmen und im Gegensatz zur Windkraft als nicht im öffentlichen Interesse einstufen, so wird der Bundestag noch in dieser Woche eine Neufassung zugunsten der Wasserkraft verabschieden und auch Anlagen unter 500 kW weiter fördern.

Sowohl Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler), als auch die CSU-Fraktion im Landtag verbuchen den Erfolg für sich. „Ein unqualifizierter Angriff wurde abgewehrt“, so der Staatsminister in einer Pressemitteilung. Kerstin Schreyer, energiepolitische Sprecherin der CSU, teilte mit: „Unser Einsatz in den letzten Wochen auf allen politischen Ebenen hat sich ausgezahlt.“ Dass die kleine Wasserkraft in der Förderung bleibe, sei eine wichtige Erfolgsmeldung für die Energieversorgung Bayerns und die vielen Wasserkraft-Familienbetriebe in Bayern.

Sieg für die Wasserkraft: „Drei Terawatt Strom für Deutschland gerettet“

Bei Florian Kohler, der als Chef der Büttenpapierfabrik Gmund und der dortigen Wasserkraftanlagen um die EEG-Förderung gekämpft hat, stand am Nachmittag das Telefon nicht still, auch viele Mails trafen bei ihm ein, selbst von Grünen-Abgeordneten, was er mit Genugtuung zur Kenntnis genommen habe. „Das enorme Engagement aller Wasserkraftbetreiber und aller Fachleute hat bei allen Parlamentariern für positives Einlenken gesorgt“, freut sich Kohler in einer ersten Stellungnahme. „Allesamt sind Gottseidank für die kleine und mittlere Wasserkraft.“ Der „irre Aufwand“, den er betrieben habe, habe sich gelohnt, sagt Kohler und meint damit die gut 700 Briefe, die er an jeden einzelnen Bundestagsabgeordneten auf seinem „Gmund Papier“ geschrieben habe. „Damit habe ich wohl erreicht, dass sich die Abgeordneten mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Der Erfolg der Wasserkraftler liegt wohl darin“, so Kohler, „dass wir uns nicht vor ein Parteibuch haben spannen lassen und der Grünen-Ideologie entgegengerückt sind nur mit Tatsachen.“ Für Deutschland seien drei Terawatt Strom gerettet, „und darauf können wir alle stolz sein.“

Nicht nur als Betroffener, sondern als Stadtrat und damit mit Blick auf die beiden Wasserkraftwerke, die das E-Werk Tegernsee betreibt, hatte Kohler (BürgerListe) bei der Sitzung am Dienstagabend das Thema aufgegriffen. „Die Wasserkraft, das Herz unseres E-Werks, gilt es zu schützen.“  

Lesen Sie hier: Anwohnerin moniert Verkehr in Kreuth.

gr

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