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Geschützter Platz: Die Dürnbacher Vorsilvesterparty.

„Die Häuser rings um den Platz bieten einen natürlichen Schutz.“

Legendäre Vorsilvester-Party in Dürnbach: „Wir feiern trotzdem“

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Dürnbach – Ein Lkw rast in eine Menschenmenge. Der Anschlag von Berlin schockiert die Menschen – auch im Tegernseer Tal. So bereitet sich die Dürnbacher Feuerwehr auf ihre legendäre Vorsilvesterparty vor.

Ist so etwas wie in Berlin auch bei uns möglich, wo zu jeder Jahreszeit große Feste mit vielen Menschen stattfinden – Seefeste im Sommer mit Tausenden von Besuchern oder gerade erst die Adventsmärkte? Das fragen sich im Moment nicht wenige Menschen im Tal. Aktuell steht in Dürnbach zum Beispiel die nächste große Veranstaltung schon an: die Vorsilvesterparty der Feuerwehr Dürnbach am Freitag, 30. Dezember, ab 19 Uhr.

Ist der Anschlag von Berlin für so einen kleinen Ort wie Dürnbach überhaupt ein Thema? Wie ist es um die Sicherheit bestellt? Wir haben nachgefragt bei Sepp Brunner. Der 49-Jährige ist bei der Feuerwehr Dürnbach aktiv als Atemschutzleiter und zudem als Catering-Chef und Event-Manager zuständig für die Veranstaltungen der Dürnbacher Wehr. 

„Wir sind am Montag gerade im Feuerwehrhaus beisammen gesessen, als der Anschlag passierte“, berichtet Brunner. „Wir waren natürlich alle geschockt, aber groß diskutiert haben wir das nicht. Dann haben wir nur gesagt: Wir feiern trotzdem.“ 

Die Dürnbacher Feuerwehr stellt ihr Fest also nicht in Frage, sie lässt sich nicht einschüchtern von Hass und Gewalt. Das Okay für ihre erfolgreiche Vorsilvesterparty haben die Dürnbacher ja auch längst in der Tasche: Gemeinde und Landratsamt haben die Genehmigung erteilt. Detaillierte Absprachen mit der Polizei sind nicht nötig. „Sie muss lediglich Bescheid wissen, dass die Party stattfindet“, sagt Brunner. Dass ein Lastwagen in den Dorfplatz rasen könnte, schließt er an dieser Stelle eigentlich aus: „Die Häuser rings um den Platz mit der Bar in der Mitte bieten einen natürlichen Schutz.“ 

Lesen Sie auch: Diese richtig guten Antworten haben unsere Polizeien im Landkreis auf unser kaputtes Sicherheitsgefühl.

Und vor Anschlägen anderer Art sei man nie sicher, glaubt der Feuerwehrmann. Er und sein insgesamt fünfköpfiges Organisationsteam sowie die rund 40 Helfer zwischen 14 und 70 Jahren hätten ganz andere sorgen: den Jugendschutz. Daher werden am Eingang auch Ausweise kontrolliert, jeder Partybesucher bekommt ein Armbändchen.

Die Party steigt also: Ab 19 Uhr geht’s los. Die Band Flashlights, bekannt aus den Vorjahren, heizt dem Partyvolk mit Livemusik ein, ein DJ sorgt ebenfalls für flotten Sound. Am Dorfplatz-Brunnen, der zur riesigen Bar umfunktioniert wird, gibt’s das legendäre „Brandlahaferl“, eine von der Feuerwehr kreierte Feuerzangenbowle sowie andere Getränke. Mit Chili, Pommes, Currywurst und Grillfleisch wird der Appetit gestillt.

Die Feuerwehr ist überzeugt, dass die Party auch heuer wieder ein Erfolg wird – trotz der schlimmen Eindrücke von Berlin. „Die Einnahmen sind wichtig für Anschaffungen und den Umbau des Feuerwehrhauses, der immer noch nicht abgeschlossen ist“, sagt Brunner. Er hatte vor vielen Jahren die Idee für das Fest, als er mit einem Feuerwehr-Spezi beim Sonnenuntergang auf der Galaun saß. Der Leitspruch ließ nicht lange auf sich warten: „Dürnbach lebt und bebt und ist seiner Zeit voraus.“

gr

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