+
Sommer an der Isar

Es sollte ein lustiger Ausflug werden

Polizei stoppt Gaudi-Bootstour

Bad Tölz - Es sollte eine lustige Bootstour auf der Isar werden. Doch am Ende rückte die Polizei an.

Eine Gruppe von 15 Männern und Jugendlichen war am Montagnachmittag in einen kuriosen Vorfall auf der Isar verwickelt. Wie die Polizeiinspektion Geretsried meldet, wurden die Beamten von einer Frau aus Einöd verständigt, dass auf der Isar zwischen Bad Tölz und Einöd eine Gruppe mit Booten unterwegs sei. Im Gepäck hätten sie ein Notstromaggregat, mit dem sie eine Wasserspritze betrieben. Als die Polizei vor Ort eintraf, waren einige Teilnehmer sowie das Aggregat und die Spritze bereits verschwunden. 

Nach Polizeiangaben handelte es sich bei der Gruppe um Mitglieder einer freiwilligen Feuerwehr aus dem Landkreis Miesbach. Ein 21-Jähriger aus Gmund habe die Verantwortung für die Bootstour übernommen. Wie sich herausstellte, sind die Männer jedes Jahr am 15. August mit dem Boot auf der Isar unterwegs. „Die Spritze war als Scherz gedacht, um Badegäste am Ufer und vorbeifahrende Boote nass zu machen“, berichtet ein Beteiligter. Er betont, dass es sich nicht um einen Vereinsausflug, sondern um eine „rein private Gaudi“ gehandelt habe. Auch sei im Vorfeld abgeklärt worden, dass die Isar zwischen Farchet und Einöd befahren werden darf.

Denn: Eigentlich galt am langen Wochenende ein Fahrverbot auf der Isar. Wegen Hochwassers hatte das Landratsamt Bad Tölz Bootsfahrten untersagt. „Insgesamt kann man sagen: Die Freizeitkapitäne haben sich an das Fahrverbot gehalten und offenbar das Dramatische an der Situation erkannt“: So lautet die Bilanz des Wolfratshauser Polizeichefs Werner Resenberger. Dennoch gab es ein paar Unverbesserliche. Zwei, drei Boote habe man beim Ausstieg an der Marienbrücke in Wolfratshausen aufgegriffen, berichtet Resenberger. Die Bootsfahrer gaben an, von dem Verbot nichts gewusst zu haben.  „Die Vorfälle werden von uns beim Landratsamt zur Anzeige gebracht“, so Resenberger. Der Strafrahmen reiche vom erhobenen Zeigefinger bis zu einem Bußgeld. „Das hängt davon ab, wie das Landratsamt die Aussagen der Leute bewertet.“ Passiert ist auf der Isar sonst nichts. Laut Peter Knoblich, stellvertretender Leiter der Ortsgruppe Wolfratshausen, wurde die Wasserwacht nicht angefordert.

rs/gr

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Namensproblem bei AfD-Kandidat: Stimmzettel bleiben gültig
Liegt im Fall um den Namen des AfD-Kandidaten Constantin Prinz von Anhalt ein strabares Verhalten vor? Vermutlich noch vor der Bundestagswahl soll das geklärt sein. Bis …
Namensproblem bei AfD-Kandidat: Stimmzettel bleiben gültig
Zwei Schwerverletzte bei Karambolage 
Schwerer Unfall auf der Kreuzung bei Kaltenbrunn: Zwei Frauen, 67 und 73 Jahre alt, wurden schwer verletzt, die Feuerwehr Gmund musste ausrücken.
Zwei Schwerverletzte bei Karambolage 
Nur in Seeglas und Gasse: Wohnmobile tagsüber willkommen 
Wohnmobile in Gmund – ein Dauerthema. Jetzt hat der Gemeinderat schon wieder einen neuen Beschluss gefasst. Zudem werden die Jahres- und Saisongebühren fürs Parken …
Nur in Seeglas und Gasse: Wohnmobile tagsüber willkommen 
Nachbar gegen Hoppe-Pläne: Runder Tisch soll’s richten
Für seinen Plan, eine Brauerei in seiner Heimat Waakirchen zu bauen, hat Markus Hoppe viel Rückenwind. Aber nicht nur. Ein Nachbar will Änderungen und hat einen …
Nachbar gegen Hoppe-Pläne: Runder Tisch soll’s richten

Kommentare