ajo Fritz vor der Seeturnhalle in Gmund
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Hat bald keine Flüchtlinge mehr: Hajo Fritz vor der Seeturnhalle in Gmund.

Im ganzen Tal ist Kofferpacken angesagt

Flüchtlingsheime am Tegernsee werden zwangsgeräumt

  • Gabi Werner
    vonGabi Werner
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Tegernseer Tal - Asylbewerber rund um den Tegernsee müssen nach Holzkirchen in die riesige Traglufthalle umziehen. Die Weisung kommt von der Regierung.

Bei den Asylbewerbern rund um den Tegernsee ist Kofferpacken angesagt. Nachdem die letzten Flüchtlinge aus der Tegernseer Dreifachhalle Mitte Mai ausgezogen sind, hat das Landratsamt nun auch angewiesen, die übrigen Hallen-Unterkünfte zu räumen. Dieser Tage mussten bereits die Asylsuchenden, die bislang unterhalb der Waakirchner Turnhalle untergebracht waren, ihr Domizil in Richtung Holzkirchner Traglufthalle verlassen. Wie Gerhard Brandl als Sprecher der Kreisbehörde auf Nachfrage mitteilte, ist als nächstes die Seeturnhalle in Gmund an der Reihe: „Sie wird zum 1. Juni geleert“, sagt er. 

Damit folge man einer Weisung der Regierung von Oberbayern, die angeordnet habe, sämtliche Turnhallen zu räumen, macht Brandl deutlich. Die Kapazitäten in der neuen Traglufthalle in Holzkirchen seien ausreichend – allerdings werde das Landratsamt im Zuge der Umsiedelung darauf achten, Familien mit Kindern in Wohnungen unterzubringen. 

Alleinstehende müssen mit der Halle Vorlieb nehmen. Vor allem in Gmund, so räumt Brandl ein, sei die angekündigte Umsiedelung „nicht gerade begeistert“ aufgenommen worden. Bekanntlich kümmert sich dort ein sehr engagierter Helferkreis um Hajo Fritz um die Flüchtlinge – das Zusammenleben in der Seeturnhalle funktionierte recht problemlos. Dennoch gebe es zur Räumung keine Alternative, sagt Brandl. „Uns bleibt keine andere Wahl.“

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