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Zukunftspläne für den Oedberg: Das bestehende Freizeitgelände (l.) soll um ein Areal auf der Wiese rechts erweitert werden. Dort sind unter anderem 65 weitere Campingplätze geplant. 

Gesamtkonzept für Freizeitgelände präsentiert

„Kleines Rust“ am Oedberg

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Das Freizeitgelände am Oedberg soll noch größer werden. Die Mehrheit des Gemeinderats steht hinter einem Gesamtkonzept, das Georg Reisberger, Chef der Oedberg GmbH, jetzt vorstellte.

Gmund – Was vor über 50 Jahren mit einem Skilift begann, hat sich heute schon zu einem attraktiven Freizeitgelände entwickelt, auf das Gmund nicht mehr verzichten möchte. Stück für Stück hatte die Gemeinde der Oedberg GmbH Erweiterungen zugestanden – vom Skilift, über Sommerrodelbahn, Kletterwald, Kinderland, Spielplatz und zuletzt der teilweisen Umnutzung des Parkplatzes in Wohnmobilstellplätze. Weil nicht erkennbar war, wohin die Reise geht, forderte die Gemeinde ein „stimmiges Gesamtkonzept“. Am Dienstagabend legte es Georg Reisberger vor.

„Wir brauchen ein Angebot, das unabhängig von Wetter und Schnee ist“, schickte Reisberger der Präsentation voraus. „Denn damit können wir den Betrieb auch in Zukunft sichern.“ 

Ein großes Potenzial sei vor allem mit Radfahrern und Alpenüberquerern vorhanden. Prädestiniert sei das Angebot aber auch für Familien. Weil die Nachfrage vor allem im Campingbereich groß sei (2000 Übernachtungen wurden laut Reisberger auf den vorhandenen 24 Wohnmobilplätzen heuer gezählt), richte man darauf den Fokus. Schon befürwortet, aber noch nicht ausgeführt sind folgende Schritte: 25 weitere Wohnmobilstellplätze westlich der Oedbergalm und die Umnutzung des vorhandenen Stadls in Sanitäranlagen, Aufenthaltsräume und Unterbringung eines Radlshops.

Lesen Sie hier: Geplanter Radweg Gmund-Hausham

Freizeit am Tegernsee: Weitere Campingplätze am Oedberg 

Ausdehnen soll sich der Oedberg-Freizeitpark künftig auf eine östlich angrenzende, fünf Hektar große Wiese. Die Hälfte davon ist laut Reisberger langfristig angepachtet und wird bei Bedarf schon als Parkplatz genutzt – etwa beim Waldfest. Zwei Hektar werden nun überplant. 65 weitere Campingstellplätzen mit rund 20 vermietbaren Modulen („Tiny-Houses“), einen Fußball- oder Beachvolleyballplatz und ein Wasserspielbecken kann sich Reisberger vorstellen. Weitere Bausteine des Konzepts: Nördlich der bestehenden Erschließungsstraße sollen rund 180 Stellplätze angeordnet werden. Langfristig soll auch der Bereich des denkmalgeschützten Anwesens „Angerlweber“ einbezogen werden, Mitarbeiter- und Ferienwohnungen sowie acht Hütten als Radlerunterkünfte könnten entstehen.

Die Mehrheit war angetan von den Plänen. „Das brauchen wir im Tal“, fand Martin Mayer (FWG), und auch Josef Berghammer (CSU) freute sich schon jetzt, wenn er als Vermieter die Familien nicht mehr nach Österreich zum Ausflug schicken müsse. Martina Ettstaller (CSU) stimmte freudig zu: „Das wird ein kleiner Freizeitpark Rust“. Vize-Bürgermeister Georg Rabl (FWG) fand die Pläne positiv. Es sei richtig, den Oedberg als Touristenzentrum weiter auszubauen und andere Gebiete dafür in Ruhe zu lassen.

Laura Wagner (Grüne) gehörte zu den vier Gegnern, die das Konzept am Ende ablehnten. „Das ist für a Fünferl a Durchranand.“ Sie erkenne kein richtiges Konzept. Für Barbara von Miller (SPD) sind die Parkplätze nahe der Wasserschutzzone ein Problem. Sie forderte zudem einen besseren Schuttle-Service und wollte von Reisberger wissen: „Ist das nun das Ende der Fahnenstange?“ „Ja“, versicherte der Unternehmer. Er nahm am Ende die mehrheitliche Zustimmung mit. Jetzt kann’s an die Planung gehen. Dann haben Behörden das Wort.

gr

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