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Gute Laune beim Jahresempfang auf Gut Kaltenbrunn: (v.l.) Landrat Wolfgang Rzehak, G&D-Geschäftsführer Walter Schlebusch, Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, Freundeskreis-Vorsitzender Stavros Kostantinidis und Krankenhaus-Geschäftsführer Michael Kelbel.

Kreiskrankenhaus will fit für die Zukunft werden

Freundeskreis will finanzkräftiges Netzwerk für Agatharied aufbauen

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Landkreis - Das Krankenhaus Agatharied braucht Geld. Nicht weil es sonst nicht funktionieren würde, sondern weil es mit größeren Investitionen fit für die Zukunft werden will.

Es war niemand unter den Gästen, der den Blick noch nicht genossen hätte. Und doch verfielen selbst altgediente Kommunalpolitiker und Unternehmer wieder einmal in Verzückung, als ihr Blick bei sommerlichen Temperaturen über den Tegernsee streifte, um dann im Hintergrund an den Bergen und dem blauen Himmel hängen zu bleiben. In derart gelöster Stimmung, zumal mit einem Aperitif in der Hand, öffnet sich gerne mal der Geldbeutel, doch das war am Dienstagabend auf Gut Kaltenbrunn noch nicht das Ziel. „Wir kommen aber auf Sie zu“, kündigte der Vorsitzende des Freundeskreises des Krankenhauses Agatharied, Stavros Kostantinidis, wenig später an – und ergänzte augenzwinkernd: „Wir wollen das Beste von Euch – Euer Geld.“

Die Veranstaltung in Gmund, den ersten Jahresempfang des Freundeskreises dieser Art, wollte er als Auftakt verstanden wissen. Als Auftakt für den Aufbau eines Netzwerkes, der dem Krankenhaus mittel- und langfristig finanzielle Mittel unabhängig von staatlicher Förderung sichern soll. Und so trat nicht nur der Freundeskreis als Gastgeber auf, sondern auch das Krankenhaus selbst, die Standort-Marketinggesellschaft (SMG) des Landkreises und der Technologiekonzern Giesecke & Devrient. „Unser Krankenhaus ist nicht nur ein ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für den Standort“, sagte Kostantinidis vor rund hundert Gästen aus allen gesellschaftlichen Bereichen des Landkreises. „Es hat auch ein breites Leistungsspektrum und bietet den Bürgern Medizin auf Spitzenniveau.“

Inzwischen freilich stoße die Klinik an allen Ecken und Enden an ihre Grenzen. Das Krankenhaus arbeitet deshalb derzeit gemeinsam mit Architekten ein Programm aus, wie der Campus fit für die Zukunft gemacht werden kann (wir berichteten). Nicht alle Investitionen wird der Freistaat übernehmen. Zu gegebener Zeit wolle man deshalb dem dann hoffentlich größeren Freundeskreis neue, innovative Finanzierungsinstrumente vorstellen. Kostantinidis: „Ich hoffe, dass Sie dann immer noch gerne zu unseren Veranstaltungen kommen, wenn es darum geht, das Krankenhaus finanziell zu unterstützen.“

Wirtschaftsministerin und Stimmkreisabgeordnete Ilse Aigner bezeichnete die Initiative des Freundeskreises als „Netzwerken für die gute Sache“ und das Krankenhaus selbst als ihre „Herzensangelegenheit“. Man könne vieles über den Staat regeln. Die Verbindung sei dann aber weniger ausgeprägt als bei persönlicher Unterstützung, die sich vor Ort entwickle. Aigner lobte die Qualität der medizinischen Versorgung in Deutschland und insbesondere auch in Agatharied: „Viele von uns fahren gerne ins Ausland, wollen aber schnellstmöglich wieder zurück, wenn sie einen medizinischen Notfall haben.“

Geschäftsführer Michael Kelbel hörte derlei gerne. Er dankte Kostantinidis für den Aufbau eines Netzwerkes und die Suche nach neuen Partnern für das Krankenhaus Agatharied. Die Klinik sei schließlich auch ein mittelständisches Unternehmen und ein großer Arbeitgeber in der Region. „Wir sehen da“, sagte er, „auch unsere Verantwortung.“

sh

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