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Wolfgang Rzehak, hier während seiner letzten Tage im Amt in seinem Büro in Miesbach, plant eine Parteikarriere.

Früherer Landrat will Chef von Bayerns Grünen werden

Konkurrenz für Rzehak beim Landesvorsitz

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    vonChristian Deutschländer
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Der frühere Miesbacher Landrat Wolfgang Rzehak (52) will Landeschef der Grünen werden. Jetzt zeichnet sich parteiinterne Konkurrenz ab.

+++ Update vom 20. Juli +++

Der frühere Landrat Wolfgang Rzehak bekommt es bei seiner Kandidatur um den Landesvorsitz der bayerischen Grünen mit einem Gegenkandidaten zu tun. Thomas von Sarnowski aus Ebersberg drängt ebenfalls an die Spitze. Am Sonntag kündigte der 32-Jährige für viele überraschend seine Kandidatur an. Als Kreisrat, Oberbayern-Geschäftsführer, Mitglied des Landesausschusses und Mitarbeiter des Bundestagsabgeordneten Dieter Janecek ist er auf allen Ebenen der Partei vernetzt. Sarnowski berichtet, er habe auf seine Bewerbung hin schon viel Zuspruch aus ganz Bayern und aus vielen Teilen der Partei bekommen. Er rechne sich damit sehr gute Chancen aus. Gleiches sagt Rzehak über sich. Der 52-jährige Gmunder möchte vorwiegend mit seiner Erfahrung als Landrat punkten.


+++ Der ursprüngliche Artikel vom 13. Juli +++

Gmund/MünchenGrünen-Landeschef Eike Hallitzky will sich von der Parteispitze zurückziehen. Er werde im kommenden Jahr nicht mehr für eine weitere Amtszeit kandidieren, wurde parteiintern bestätigt. Der in Köln geborene Hallitzky (61) ist seit 2014 Landesvorsitzender der Grünen in Bayern und steht aktuell in der Doppelspitze mit Eva Lettenbauer (27) dem Landesverband vor.

Turnusmäßig wird der Landesvorsitz immer für zwei Jahre vergeben. In der Praxis sind die Landesvorsitzenden weniger medial präsent als die Doppelspitze in der Landtagsfraktion aus Ludwig Hartmann und Katharina Schulze.

Als möglicher Nachfolger für Hallitzky gilt der frühere Miesbacher Landrat Wolfgang Rzehak. Der 52-Jährige, der bei der Stichwahl Ende März gegen CSU-Herausforderer Olaf von Löwis (CSU) unterlag, sagte unserer Zeitung, er denke über eine Kandidatur nach. „Das würde mich reizen.“ Er könne im Tandem mit Lettenbauer ein Angebot an die bürgerliche Mitte der Partei darstellen. Auch die müssten die Grünen als inzwischen großer Gegenspieler der CSU aktiv ansprechen. Die Grünen trafen sich am Samstag zu einem Digital-Parteitag.

Parteiämter hatte Rzehak während seiner Zeit als Landrat von 2014 bis 2020 stets ausgeschlossen. Auf eine mögliche Parteikarriere hatte er vor Kurzem noch zurückhaltend reagiert.

cd/mik/sh

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