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Durch eine Einbeziehungssatzung werden die Flächen am Osterberg baureif gemacht.

Allen Widerständen zum Trotz

Am Osterberg darf gebaut werden

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Gmund - Die Gemeinde Gmund will das Baugebiet am Osterberg durchsetzen. Jetzt hat der Gemeinderat eine Satzung verabschiedet, mit der der Weg endgültig geebnet ist. Es gab nur eine Gegenstimme.

Beharrlich setzt die Gemeinde Gmund ihre Bemühungen fort, eine Fläche am Osterberg baureif zu bekommen. Und das, obwohl ihr rauer Wind entgegenbläst: Wie unsere Zeitung berichtete, hatte der Kreistag im Sommer 2015 mehrheitlich die Herausnahme aus dem Landschaftsschutzgebiet abgelehnt. Doch Bürgermeister Georg von Preysing (CSU) setzte auf ein Versprechen des Landratsamts aus dem Jahr 1990, das damals die Befreiung von den Festsetzungen des Landschaftsschutzes in Aussicht gestellt hatte.

Die Behörde ließ den Fall rechtlich klären und musste zu ihrem Versprechen stehen. Endgültig frei wird der Weg nun mit einer so genannten Einbeziehungssatzung. Im Ortsplanungsausschuss stand nun erneut ein Beschluss zu diesem Thema an.

Konkret ging es um die ökologischen Ausgleichsflächen, die Gmund für die Versiegelung der Wiesen am Osterberg nachweisen muss. Die Gemeinde hat die Flächen nicht nur gefunden, sondern sie hat inzwischen auch das Einverständnis des Landratsamts. Wie Bauamtsleiterin Christine Lang den Ausschuss informierte, wird eine Fläche von 1200 Quadratmetern im Bereich des Gassler Moors als Ausgleichsfläche anerkannt.

Es handelt sich dabei um mehrere Wiesen, die als extensiv genutztes Grünland einen Pufferstreifen zum Moor darstellen werden. „Damit ist die Voraussetzung geschaffen, dass die Satzung endgültig beschlossen werden kann“, sagte Lang.

Grünen-Rätin Helga Wagner lehnte die Satzung als einzige ab und übte Kritik am Vorgehen: „Mir ist die ganze Verfahrensweise nicht schlüssig“, betonte Wagner. Sie könne nicht nachvollziehen, wie eine Zusage, die vor 25 Jahren gemacht wurde, überhaupt noch Gültigkeit haben könne.

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