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Davor soll ein großes Hotel am Seeufer entstehen: Bahnhof in Gmund.

Hotelpläne am Bahnhof hinter verschlossenen Türen

Hotel am Bahnhof: Wie weit sind die Pläne wirklich?

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Gmund - Gmund braucht dringend Hotelbetten. Deshalb werden Pläne für ein neues Hotel am Bahnhof zügig vorangetrieben - hinter verschlossenen Türen. Was wir wissen:

Mit der Umwidmung des Kistlerwirts sind echte Hotelbetten in Gmund definitiv Mangelware. Die Gemeinde treibt daher ihre Planungen für ein Hotel am Bahnhof zielstrebig voran. Allerdings passiert alles hinter verschlossenen Türen. Vor kurzem traf sich der Gemeinderat erneut zu einer nicht-öffentlichen Sitzung, um über die Hotelpläne zu diskutieren. Bürgermeister Georg von Preysing (CSU) wiederholt auf Nachfrage nur das, was schon bekannt ist:Dass ein Hotel mit 70 Zimmern geplant ist, dass sich der Standort zwischen Bahnlinie und See befinde. Dass gerade mit mehreren Interessenten dafür verhandelt und ein städtebaulicher Vertrag ausgearbeitet werde. Das gesamte Planungsgebiet umfasst 9,4 Hektar und beginnt im Norden beim Sparkassengebäude, erstreckt sich entlang der Wiesseer Straße bis zum Bahnübergang bei Kaltenbrunn und nach Süden bis zum See und der Mangfall. Auch der Abriss der Lager- und Güterhalle und die Verlegung des Busbahnhofs sind geplant. Eine Rundum-Verschönerung für das Bahnhofsgelände also.

Doch wie weit sind die Planungen für das Hotel wirklich? „Dem Landratsamt liegt noch keine konkrete Planung vor“, sagt Sprecher Birger Nemitz. Er erinnert daran, dass ein Hotelbau schon Gegenstand im Bebauungsplan für die Wohnbebauung rund um den Ludwig-Erhard-Platz gewesen sei.

Bei den Hausbesitzern oberhalb der Wiesseer Straße läuten schon die Alarmglocken. Sie bangen um ihren Seeblick, wenn das Hotel gebaut wird. Und Angela Brogsitter-Finck, Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Tegernseer Tal (SGT) befürchtet, dass bereits Fakten geschaffen werden, ohne Wissen der Öffentlichkeit. Die Gemeinde bleibt aber bei ihrem Vorgehen, das Projekt hinter verschlossenen Türen voranzutreiben: „Wenn wir was Konkretes zeigen können, dann werden wir das auch tun“, betont Preysing. „Sonst wird das nur wieder alles zerredet.“ Die Diskussion um Kaltenbrunn sei ihm „eine Lehre gewesen.“

gr

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