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Umstritten: die geplante Bebauung am Osterberg.

Gemeinde Gmund wartet auf Antwort

So geht's weiter mit dem Flächennutzungsplan

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Gmund - Der neue Flächennutzungsplan ist eine Mammut-Aufgabe für Gmund. Bis Ende des Monats rechnet die Gemeinde mit einer Antwort aus dem Landratsamt.

Der neue Flächennutzungsplan soll eine Richtschnur sein für die Entwicklung der Gemeinde in den nächsten 20 Jahren. Nach vielen Beschlüssen liegt er inzwischen beim Landratsamt Miesbach vor. „Wir rechnen mit einem Bescheid bis Ende des Monats“, erklärt Gmunds Bauamtsleiterin Christine Lang. Bei der Bürgerversammlung hatte Bürgermeister Georg von Preysing (CSU) erklärt, dass der Plan „ins Stocken geraten“ sei. 

Warum das so ist, erklärt die Bauamtsleiterin so: Zum einen sei ein Flächennutzungsplan eine sehr komplexe Angelegenheit. Zum anderen hat Gmund in seinem Entwurf Flächen zur künftigen Bebauung vorgesehen, bei denen der Kreistag nicht mitspielt. Konkret geht es um eine 1,6 Hektar große Baufläche an der Münchner Straße. Im vergangenen Sommer entschied der Kreistag mit knapper Mehrheit, dass die Fläche nicht aus dem Landschaftsschutzgebiet herausgenommen wird. Das Gremium spielte auch bei einer 1,6 Hektar großen Baufläche am Osterberg nicht mit. Hier hat die Gemeinde einen anderen Weg gefunden: Sie beruft sich auf eine Zusage des Landratsamts aus dem Jahr 1990 und hat zudem eine sogenannte Einbeziehungssatzung erlassen, um Grundstücke zu beiden Seiten eines bestehenden Wohnhauses zu ermöglichen. Die entsprechenden Bauanträge wurden bereits gestellt. 

Wenn der Flächennutzungsplan wieder im Gmunder Rathaus aufschlägt, ist der Gemeinderat erneut gefordert: „Es muss neu entschieden werden, wie mit den Auflagen des Landratsamts weiter verfahren wird“, erklärt Lang. „Abgeschlossen ist der Flächennutzungsplan damit aber noch nicht.“

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