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Sanierungsbedürftig: ehemalige Viehhalle auf dem Gmunder Volksfestplatz.

Was vom CSU-Antrag übrig blieb

Volksfestplatz: Verschönerung ja, aber nur notdürftig

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Gmund - Der Zustand des Volksfestplatzes ist den Gmundern ein wichtiges Anliegen. Jetzt werden, wie von der CSU beantragt, ein paar Verschönerungen angepackt. 

Zur Gemeinderatssitzung am Dienstagabend kamen nicht nur CSU-Ortsvorsitzende Regina Resch, deren Antrag zur Verschönerung des Volksfestplatzes behandelt werden sollte, sondern auch einige Anwohner des Platzes. Sie hatten sich tags zuvor mit Rathauschef Georg von Preysing getroffen, um mit ihm die Lage zu erörtern, insbesondere nach der Mehrheitsentscheidung zur Schaffung von Wohnmobilstellplätzen. Diesen Punkt, der auch im CSU-Antrag aufgeführt wurde, klammerte Preysing bei der Behandlung des Antrags aus. Die Gestaltung der Camper-Plätze und der finanzielle Aufwand sowie das geforderte Lkw-Parkverbot werden Thema in der Dezember-Sitzung sein. 

Dreh- und Angelpunkt am Volksfestplatz, der – bis auf die künftige Fläche für Wohnmobile – der Viehzuchtgenossenschaft Tegernseer Tal gehört und von der Gemeinde gepachtet ist, ist die Viehhalle. Weil in vier Jahren der Pachtvertrag ausläuft, stellt sich die Frage: Sind aufwendige Verschönerungsmaßnahmen überhaupt sinnvoll? „Die Anregungen sind nicht verkehrt“, fand Preysing und meinte damit das Verputzen und Streichen der Halle und die Beseitigung von „herumliegendem Material“. Und damit sollte die Gemeinde nicht noch vier Jahre warten, war die Ansicht von Johann Huber (CSU). Vize-Bürgermeister Georg Rabl (FWG) hielt es für sinnvoll, bei der Nutzung der Halle durch den Gemeinde-Bauhof zu bleiben. „Die Halle ist als Lagerplatz dringend nötig.“ Von einer Komplett-Sanierung des Baus hielt er ebenso nichts, wie von der Idee, eine Fotovoltaik-Anlage auf einem Dach zu installieren, „das uns nicht gehört“. Auch Johann Schmid (SPD) war nicht bereit, „unnötig Geld rauszuwerfen“, die Beseitigung des „verwahrlosten Zustands“ hielt er aber für sinnvoll. 

Den Vorschlag von Michael Huber (SPD), bei der Genossenschaft in Erfahrung zu bringen, was deren Zukunftspläne seien, griff Preysing auf. Mit Blick auf den im Saal anwesenden Vorsitzenden Andreas Bartl kündigte der Rathauschef an, dass er schon bald die Verhandlungen aufnehmen werden. „Verkauft’s uns doch die Halle“, rief Preysing dem Vorsitzenden zu. 

Was die Gestaltung der Parkplatz-Einteilung betrifft, so wird die Gemeinde mit ihrem Gärtner nach Möglichkeiten suchen. Auf „unansehnliche Pflanztröge“, wie sie Barbara von Miller (SPD) kritisierte, wird es wohl nicht hinauslaufen. Zudem muss alles beweglich sein, um das Volksfest nicht zu behindern. Ein Zaun entlang der Max-Obermayer-Straße wird in Erwägung gezogen. Die Teerdecke soll geflickt, die Container, wie von der CSU beantragt, mit einem „machbaren Sichtschutz“ versehen werden. 

Zu sprechen kam der Gemeinderat auch auf das Thema Flohmärkte. Wie berichtet, war der bisherigen Organisatorin zum Jahresende gekündigt worden. Künftig sollen achtmal jährlich Flohmärkte auf dem Volksfestplatz stattfinden, zwölf waren es bisher. Aufbau ist ab 7 Uhr erlaubt. Aus dem Wunsch, dass ausschließlich Vereine die Märkte stemmen, wird vorerst nichts. Nur die Seegeister haben bisher ihr Interesse an zwei Marktterminen bekundet. Offenbar sollen die Flohmärkte künftig von der Organisatorin des Bauernmarktes veranstaltet werden. Sie hat einen Zwei-Jahres-Vertrag mit der Gemeinde für den Bauernmarkt abgeschlossen, der gut läuft und ab Januar auf etwa 14 Stände anwachsen soll.

gr

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