Messerstecher von Grafing: Das Urteil ist gefallen

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In dieses Grundstück vor der Schreinerei soll das Haus gebaut werden . 

Pläne in Dürnbach

Hausbau rückt Schreinerei auf die Pelle

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Gmund - Es ist eng in Dürnbach an der Finsterwalder Straße. und dennoch macht die Gemeinde den Weg frei für einen Hausbau. Der rückt wiederum einer Schreinerei auf die Pelle.

An der Finsterwalder Straße in Dürnbach, in direkter Nachbarschaft zum Gmunder Wertstoffhof, steht eine Schreinerei. Der Pächter Klaus Raßhofer ist seit 20 Jahren mit seinem Betrieb hier ansässig, und schon vor ihm war hier eine Schreinerei. Seitdem der Grundstücksbesitzer 2013 verstorben ist, sind neue Planungen für das Areal im Gange. Eine vierköpfige Erbengemeinschaft will das Grundstück aufteilen und in einem ersten Schritt ein Haus darauf bauen.

Zur jüngsten Sitzung musste sich der Ortsplanungsausschuss mit der Änderung des gültigen Bebauungsplans befassen, weil auf einem Grundstücksteil, direkt zwischen Finsterwalder Straße und der Einfahrt zum Wertstoffhof, bereits Pläne für einen Hausbau geschmiedet werden. Weil es sich hier um ein Gewerbegebiet handelt, soll ebenerdig ein Gewerbebetrieb angesiedelt werden, oben ist eine Betreiberwohnung vorgesehen.

Zufahrt ein „Bermuda-Dreieck“

Dreh- und Angelpunkt der Debatte war die Zufahrt. Am Ratstisch waren sich alle schnell einig, dass diese nur über die Finsterwalder Straße erfolgen könne, eine zweite Zufahrt, die dann direkt zu einem Carport führen würde, hielten alle für nicht machbar. „Die Einfahrt zum Wertstoffhof ist jetzt schon schwierig und gleicht einem Bermuda-Dreieck“, fand Dritter Bürgermeister Herbert Kozemko (CSU). „Wenn wir das genehmigen, dann müssen wir uns auslachen lassen.“

Einstimmig legte der Ortsplanungsausschuss fest, dass die Zufahrt von der Finsterwalder Straße erfolgen müsse, neben der Einfahrt zur Schreinerei. Ein Flachdach auf dem Carport wurde abgelehnt, der Bau muss ein Satteldach bekommen, heißt es in dem Beschluss.

Mit der Einleitung zur Änderung des Bebauungsplans sind die Weichen für das Grundstück gestellt. Für den Pächter, der die Debatte im Sitzungssaal aufmerksam verfolgte, steht allerdings fest: Er wird trotz der Planänderung wie gewohnt seine Schreinerei weiter betreiben, ein Pachtvertrag sichert ihm dies zu.

gr

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