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Auf diesem Grundstück am See (r.) soll die Hütte entstehen. 

Bauantrag am See in St. Quirin

Keine Genehmigung für große Hütte am See

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St. Quirin - Aus der Traum für eine große Blockhütte am See: Die Gemeinde Gmund schiebt einen Riegel vor.

In idyllischer Lage direkt am Seeufer in St. Quirin, dort, wo der Grambach in den Tegernsee fließt und sich früher eine Anlegestelle für die Schifffahrt befand, will eine Hausbesitzerin aus St. Quirin eine Blockhütte bauen, und zwar eine stattliche: Die Grundmaße von gut sieben mal zehn Metern sind geplant. Seit die Anfrage das erste Mal auftauchte, tüfteln Gemeinde und Landratsamt, wie ein Bau an dieser Stelle am See genehmigt werden könnte – oder verhindert. Die Gemeinde war immer kritisch und befürchtete, dass die Blockhütte eines Tages durch ein Wohnhaus ersetzt werden könnte. Außerdem sieht sie die Gefahr, dass damit Begehrlichkeiten bei anderen Grundstücksbesitzern in der Nachbarschaft geweckt werden und ein regelrechter Bauboom an den schmalen Wiesen am See ausbrechen könnte. Auch die Schutzgemeinschaft Tegernseer Tal (SGT) hatte sich schon zu Wort gemeldet, in Sorge um „die schöne Seenlandschaft“.

Bei der jüngsten Sitzung des Ortsplanungsausschusses stand das weitere Vorgehen in Sachen Blockhütte zur Diskussion. Bürgermeister Georg von Preysing (CSU) machte klar, dass sich die Gemeinde umfassenden juristischen Rat eingeholt und das Vorgehen mit dem Landratsamt besprochen habe. Die Situation ist kompliziert, Bauamtsleiterin Christine Lang fasste sie zusammen: Das Grundstück liege im Außenbereich. Den Bau mit einer entsprechenden Satzung zu genehmigen, sei nicht möglich, da das Haus nicht zu Wohnzwecken dienen solle. Da die Bundesstraße eine deutliche Grenze darstelle, könne das Grundstück auch nicht dem Innenbereich des Wohngebiets von St. Quirin zugeschlagen werden. Würde man das Vorhaben mit einem Bebauungsplan abwickeln, erklärte Lang, wären Konflikten vorprogrammiert, „und die Gemeinde wäre verantwortlich etwa für Hochwasserschäden oder Maßnahmen gegen den Straßenlärm“, sagte Lang. 

Vize-Bürgermeister Georg Rabl (FWG) sprach aus, was viele dachten: „Wir befinden uns da auf einem Minenfeld und sollten uns nicht auf eine Seite schlagen.“ Rathauschef Preysing sah daher nur eine Lösung: „Das Blockhaus muss kleiner ausfallen.“ Eine Größe von drei mal sechs Metern habe keine Folgewirkung und werde auch vom Landratsamt befürwortet. 

Am Ende blieb nur eine Möglichkeit: Der Ortsplanungsausschuss hob die vor einem Jahr beschlossene Einbeziehungssatzung, die das Gundstück dem Innenbereich zuschlagen sollte, wieder auf. Das heißt: Für die große Hütte gibt es keine Genehmigung. Die möglichen Folgen umriss Preysing so: „Der Bauherr könnte dagegen klagen oder sich mit einer kleinen Hütte zufrieden geben."

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