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Kein Platz für Datschi: der Infostand an der Kreuzstraße.

Haben selber Bäckereien

Gemeinderat will keinen Kandlinger-Datschi in Gmund

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Familie Kandlinger hätte für ihre Haushamer Datschi-Manufaktur gerne an der Kreuzstraße einen Datschi-Verkaufsstand eröffnet. Der Gemeinderat sagt deutlich Nein. 

Gmund – Barbara und Johann Kandlinger, die in Hausham ihre „Datschi Manufaktur“ betreiben und an mehreren Stellen im Landkreis mit mobilen Verkaufsstellen vertreten sind, wollten sich auch in Gmund niederlassen. An der Kreuzstraße, am dortigen Infostand der Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT), wollten sie einen Verkaufsstand errichten. Von 1. April bis 1. Oktober sollte der Datschi-Verkauf in einem 2,50 auf zwei Meter großen Anhänger möglich sein. Die TTT wäre einverstanden, soweit ihre Werbebanner dadurch nicht verdeckt würden.

Bürgermeister Georg von Preysing (CSU) winkte noch vor Beginn der Debatte im Gemeinderat ab, wo der Antrag von Familie Kandlinger auf der Tagesordnung stand. „Wenn wir damit anfangen, dann wollen andere auch einen Wagen aufstellen“, sagte Preysing. Er stellte sich klar vor die Betriebe im Ort, die Bäcker und Konditoreien, die ebenfalls Datschi und Kuchen verkaufen. „Heute ist es Datschi, morgen ein Wurstverkäufer. Das will ich nicht.“ Der Rathauschef berichtete, dass sich das Landratsamt das Aufstellen von Verkaufsständen grundsätzlich vorstellen könne, allerdings nicht im Außenbereich. Es könnten zwar befristete Ausnahmen erteilt werden, dabei dürfe aber kein Bezugsfall geschaffen werden. „Wenn wir zustimmen, haben wir einen solchen Bezugsfall“, glaubte Preysing.

„Was ist mit dem Hendlstand in Dürnbach?“, erkundigte sich Josef Berghammer (CSU). Preysing wusste, dass dieser nicht als mobiler Verkaufsstand einzuordnen sei und sogar eine Baugenehmigung habe. Zudem befinde er sich im Ort und nicht außerhalb.

Christine Zierer (FWG) brachte die Spargel- und Erdbeerstände ins Gespräch, die ebenfalls an der Kreuzstraße und in Moosrain zeitweise aufgebaut seien. Der Spargelstand stehe auf privatem Grund und sei vom Gemeinderat vorübergehend genehmigt worden, wusste Preysing. Florian Hagn (CSU) war gegen eine Genehmigung und erinnerte daran, dass die Gemeinde vor Kurzem einen Verkaufsstand an der Seepromenade abgelehnt hatte. Barbara von Miller (SPD) hielt den Platz für schwierig. Das Ein- und Ausfahren sei für Autos zu gefährlich, „da würden wir einen Unfallschwerpunkt heraufbeschwören“, fand Miller. Es war alles gesagt: Einstimmig lehnte der Gemeinderat den beantragten Datschi-Stand an der Kreuzstraße ab.  

gr

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