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Jetzt ist es offiziell: Regina Resch gratuliert dem Bürgermeisterkandidaten Franz von Preysing. 

CSU Gmund nominiert den 39-Jährigen zum Bürgermeisterkandidaten

Franz von Preysing: Was er für Gmund vorhat

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Jetzt ist es offiziell: Die CSU schickt Franz von Preysing ins Rennen um das Amt des Gmunder Bürgermeisters. Das hat der 39-jährige Sohn des bisherigen Amtsinhabers Georg von Preysing alles vor.

Gmund – Ein Bürgermeister brauche viel Zeit, Nerven, Idealismus, er müsse die Familie hinten anstellen und wissen, dass es um sehr viel gehe. CSU-Bezirksrat Josef Bichler hätte aufmunterndere Worte wählen können. Franz von Preysing ließ sich nicht davon irritieren, er ist sich all dessen bewusst: Er will am 25. Februar 2018 Bürgermeister werden von Gmund und damit Nachfolger seines Vaters Georg, der dann 18 Jahre lang auf dem Chefsessel saß und auf eine erneute Kandidatur verzichtete. Ein Neuanfang, trotz und mit prominentem Namen.

Bei der Nominierungsversammlung unter Leitung der Vorsitzenden Regina Resch standen die 38 stimmberechtigten Mitglieder des CSU-Ortsverbands geschlossen hinter dem 39-Jährigen: Sie wählten ihn einstimmig zum Kandidaten. Martina Ettstaller, die ebenfalls vorgeschlagen wurde, trat nicht an.

Warum die Kandidatur, wo er doch einen sicheren Job habe? „Weil Gmund meine Heimat ist, weil ich verwurzelt bin mit dem Ort und den Menschen“, gestand der Leiter der Sparkassen-Geschäftsstellen in Gmund, Bad Wiessee, Waakirchen und Schaftlach. Seit 2008 sei er politisch aktiv. Er habe die Junge Union wiedergegründet, sei seit neun Jahren Mitglied des Gemeinderats und seit 2015 Sprecher seiner Fraktion.

„Gutes Bewahren und für Neues offen sein“, mit diesem Motto tritt er an. Dass die Familienförderung eines seiner wichtigsten Themen sein wird, kommt nicht von Ungefähr. Preysing ist verheiratet, Vater zweier Söhne und „zum Glück hineingeboren in eine große Familie“. Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für Familien stehe oben an, auch wenn Gmund da bereits Vorreiter sei. Den Ausbau der Digitalisierung, die bis hinein in die Verwaltung reichen sollte, wolle er anpacken. Eine GmundApp mit allen wichtigen Kontakten und Links schwebe ihm vor. 

In Sachen Verkehr werde er unter anderem ein Auge werfen auf sichere Geh- und Radwege auch für Kinder und Senioren, die Verbesserung des Öffentlichen Nahverkehrs und der Bau weiterer Überquerungshilfen gehören dazu. Der Erhalt von Naturschutz und Landwirtschaft ist ein weiteres Ziel. Preysing verknüpfte dies mit dem Dank an jeden Landwirt, der auch unwirtschaftliche Flächen bewirtschafte. „Ich freue mich über jede Kuh, auch mit Glocke“, sagte der 39-Jährige. 

Dass er Vereine und ehrenamtliches Engagement als „Säulen der Gesellschaft“ fördern möchte ist seinem persönlichen Engagement geschuldet: Unter anderem ist er seit 25 Jahren bei der Wasserwacht aktiv, lehrte vielen Kindern das Schwimmen. „Der Erhalt des Badeparks ist mir ganz wichtig“, sagte er in diesem Zusammenhang und bekam dafür spontan Beifall. Er müsse für alle Einkommensverhältnisse zugänglich sein, für alle Generationen und auch für Urlauber. Und schließlich: Die Schaffung von Rahmenbedingungen für wohnortnahe Arbeitsplätze.

Es sei ihm bewusst, dass nicht gleich alles zu verwirklichen sei, „aber wir sollten anfangen und einen Schritt nach dem anderen zu tun.“ Preysing versprach: „Ich mache keine One-Man-Show, sondern werde die Bürger einbinden.“ Preysing gab sich kämpferisch aber zugleich fair, bat die Parteikollegen um Unterstützung im Wahlkampf. „Aber wir sollten uns nach der Wahl noch in die Augen schauen können“, sagte er mit Blick auf die Konkurrenz. „Helft’s mit, Gmund ein Stückerl besser zu machen“, lautete sein Appell. Langer Applaus, auch der seines Vaters, stärkte ihm an diesem Abend schon mal den Rücken.

gr

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