Amtsgericht verurteilt 66-jährigen Gmunder

Wegen 500 Metern: Führerschein für ein Jahr weg

Gmund - Für eine kurze Heimfahrt muss ein Gmunder (66) bitter bezahlen. Weil er sich betrunken hinters Steuer seines Autos gesetzt hatte, muss er nun ein Jahr lang ohne Führerschein auskommen.

Nur etwa 500 Meter lagen zwischen dem Gasthaus und dem Zuhause eines Gmunders. Trotzdem nahm ein 66-Jähriger lieber das Auto – und dürfte dies inzwischen nicht nur einmal bereut haben. Denn der Mann hatte 1,75 Promille Alkohol im Blut und wurde am Steuer von der Polizei erwischt. Jetzt ist der Mann seinen Führerschein ein Jahr lang los – zudem muss er 2200 Euro bezahlen.

So hat es das Amtsgericht Miesbach entschieden, das den Fall nun verhandelte. „Ich war in einer Wirtschaft und habe ein Bier getrunken“, erzählte der Rentner vor Gericht. „Dann hat dort zufällig ein Bekannter seinen Geburtstag gefeiert und ich hab noch etwas mehr getrunken“, gestand er. Den kurzen Heimweg, so dachte der Gmunder, werde er trotz seines beachtlichen Alkoholpegels noch schaffen.

Doch der 66-Jährige steuerte sein Fahrzeug in Schlangenlinien, was die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich zog. Da das Fahreignungsregister des Mannes bereits einen Eintrag aufweist – ebenfalls wegen Alkohol am Steuer – beantragte Staatsanwalt Heim eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen à 40 Euro. Zusätzlich solle ihm die Fahrerlaubnis für zwölf Monate entzogen werden.

Richter Walter Leitner sprach davon, „dass die Fahrstrecke innerorts überschaubar war“ und verurteilte den Gmunder zu einer Geldstrafe von 55 Tagessätzen zu je 40 Euro. In Sachen Fahrerlaubnis schloss sich Leitner dem Antrag des Staatsanwalts an.

hph

Rubriklistenbild: © dpa

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