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Am Brunnen in Ostin finden derzeit umfangreiche Erdarbeiten statt.

Wegen Erdarbeiten am Brunnen: Wasser wird gechlort

Gerücht: Schneekanonen verpesten Trinkwasser

Gmund – Trinkwasser, das leicht nach Chlor riecht: Das ist man in Gmund nicht gewöhnt. In einem Teil des Gemeindegebiets fließt derzeit jedoch gechlortes Wasser aus der Leitung. Über die Gründe wird viel spekuliert.

Es handelt sich um den Bereich, der durch einen Brunnen des Wasserversorgungsvereins Gmund versorgt wird.

Dieser liegt in Ostin, nahe den Liftanlagen. Dort finden momentan Erdarbeiten statt. Es werden eine Pumpe ausgetauscht, Leitungen verlegt und ein Brunnenhaus errichtet. Weil somit die Filterfunktion des Bodens verloren geht, wird vorsichtshalber Chlor ins Wasser gegeben, wie Landratsamts-Sprecher Birger Nemitz erklärt. Dies deshalb, um „potenzielle koloniebildende Einheiten“ wie Bakterien und Keime im Wasser zu zerstören. Gechlort wird seit Freitag, 9. Dezember, 15 Uhr – und manchem stieg der Geruch unangenehm in die Nase.

Die Zahl der Anfragen beim Wasserversorgungsverein dürfte ziemlich hoch gewesen sein. Ruft man dort an, spult der Anrufbeantworter eine schnelle Ansage ab: Der Verein sei wegen der Bauarbeiten verpflichtet worden, das Wasser zu chloren. Es sei aber einwandfrei, man könne es weiter genießen und brauche es auch nicht abzukochen. „Wir müssen momentan allerdings mit einer geringen Beeinträchtigung von Geschmack und Geruch leben.“

Dennoch haben besorgte Mütter schon beim Gesundheitsamt angefragt, ob ihre Kleinkinder das Wasser trinken dürfen. Auch in der Gmunder Kinderkrippe, die anders als der Kindergarten ebenfalls betroffen ist, zeigt man sich vorsichtig. Dafür gibt es Nemitz zufolge aber keinen Grund. Das Chlor habe keine Auswirkungen auf die Gesundheit des Trinkenden. Auch für Kleinkinder sei der Genuss des Wassers unbedenklich. „Die Chlorung liegt unter dem Wert, den andere EU-Länder regelmäßig verwenden“, erklärt Nemitz.

Gechlort wird acht Wochen lang. Weil der Brunnen an der Liftanlage liegt, machte das Gerücht die Runde, der Betrieb der Schneekanonen habe sich negativ auf die Wasserqualität ausgewirkt. Dazu stellt Nemitz fest: Weder der Einsatz von Schneekanonen noch die Düngung der Wiesen im Umkreis könnten eine Belastung mit coliformen Bakterien oder anderen Keinen verursachen.  

jm

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