Wertvoller Charakter: der Gmunder Ortsteil Gasse.
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Wertvoller Charakter: der Gmunder Ortsteil Gasse.

Geplanter Neubau war Thema im Gmunder Bauausschuss

Geteilte Ansichten über Hausbau in Gasse

  • Gerti Reichl
    vonGerti Reichl
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In der Gasse gibt es Bauwünsche – immer wieder. Um das Gebiet und seinen besonders wertvollen Charakter zu sichern und zu erhalten, wählt die Gemeinde Gmund für einen aktuellen Fall einen besonderen Weg: Sie erlässt eine sogenannte Außenbereichssatzung.

Gmund - Eine solche Außenbereichssatzung hat der Bau- und Umweltausschuss schon im Herbst auf den Weg gebracht. Jetzt befasste er sich mit den Stellungnahmen. Bauamtsleiterin Christine Wild brachte in Erinnerung, worum es geht: Das Haus Nummer 36 soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Es ist vorgesehen, die bisherige Giebelrichtung des Hauses zu ändern. Dafür wurde die Satzung aufgestellt, und zwar mit engen Grenzen. Alle Gebäude innerhalb dieses festgelegten Bereichs werden damit zum Innenbereich und unterliegen der Bauordnung.

Im Rahmen der öffentlichen Auslegung hat sich die Abteilung Bauleitplanung des Landratsamts nun zu Wort gemeldet. Das betreffende Haus sei prägend und solle in seiner Ausrichtung erhalten bleiben, findet die Behörde. „Das kann man anders sehen“, meinte Bürgermeister Alfons Besel (FWG). Durch den Abriss würde das Nachbarhaus in den Vordergrund rücken, ein Neubau mit anderer Giebelrichtung würde der Situation gut tun. Er würde daher dem Einwand des Landratsamts nicht nachkommen und an der gemeindlichen Planung festhalten.

Georg Rabl (FWG) bezeichnete es als „sportlich“, wenn das Landratsamt derart in die gemeindliche Planung eingreifen würde. Er hielt die neue Situierung des Gebäudes für ideal, auch wegen der „Entlastung“ der Situation im Kurvenbereich. Damit war alles gesagt. Einstimmig beschlossen die Mitglieder des Bauausschusses, die geplante Anordnung des Baufensters nicht zu ändern.  

Lesen Sie hier: Landrat mehrfach wegen Ausflugsverbot bedroht.

gr

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