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In der Kinderkrippe Zwergenburg in Gmund werden Kinder ab einem Jahr betreut. 

Gmund ändert Satzung für Zwergenburg

Neue Kriterien für einen Krippenplatz

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Gmund - "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst" - dieses Sprichwort galt bisher auch bei der Anmeldung in der Kinderkrippe Zwergenburg. Jetzt wurden die Kriterien geändert. 

36 Mädchen und Buben zwischen einem und drei Jahren werden in der Kinderkrippe Zwergenburg in Gmund aktuell betreut. In einer eigenen Satzung hat die Gemeinde festgelegt, nach welchen Kriterien die Aufnahme der Kinder erfolgen soll, falls nicht genug Plätze zur Verfügung stehen. Dass bisher das Eingangsdatum der Anmeldung das wichtigste Kriterium bei der Entscheidung über die Platzvergabe war, wird sich nun ändern. Das hat der Gemeinderat einstimmig bei seiner jüngsten Sitzung beschlossen.

Künftig steht die Berufstätigkeit der Eltern oder die Frage, ob ein Elternteil alleinstehend ist, an erster Stelle. An zweiter Stelle werden Kinder berücksichtigt, deren Entwicklungsrisiken durch die Aufnahme in die Kinderkrippe gemildert werden können. Als drittes Kriterium wurde neu aufgenommen, dass grundsätzlich jüngere Kinder vor den älteren Kindern aufgenommen werden, wobei die soziale Notwendigkeit aber weiterhin Vorrang haben soll. Beatrix Rebel, Leiterin der Zwergenburg, hält diese Regelung für richtig. Dem Trend, wonach Schwangere ihre Kinder bereits anmelden, noch bevor diese auf der Welt sind, könne damit entgegengewirkt werden. Aus pädagogischer Sicht und wegen der langen Eingewöhnungszeit sei es sinnvoller, Kinder aufzunehmen, die zwei Jahre in der Krippe bleiben. „Sonst werden wir zur Durchlaufstation“, sagte Rebel im Gemeinderat. 

Aktuelle gebe es 20 Kinder auf der Warteliste, zehn Kindern wechseln heuer in den Kindergarten. Die Aufnahmekriterien im Pius-Kindergarten sind ähnlich: Auch hier wird sozialen und Alterskriterien der Vorzug gegeben, nicht aber dem Datum des Aufnahmeantrags.

Dritter Bürgermeister Herbert Kozemko (CSU) hatte grundsätzliche Zweifel: „Wir schaffen damit den Anreiz, dass Kinder schnell in die Krippe kommen, und das finde ich nicht richtig.“ Michael Huber (SPD) hielt die neue Satzung zwar für richtig, hatte aber der „grundsätzlichen Entwicklung zur Krippe“ nichts entgegenzusetzen. „Die Gmunder Krippe wird überall gelobt“, wusste FWG-Gemeinderätin Christine Zierer und warf die Frage in den Raum, ob sie nicht zu klein geplant worden sei. „Wir hatten nicht mehr Platz zur Verfügung“, antwortete Bürgermeister Georg von Preysing (CSU). Er verwies darauf, dass weitere Krippenplätze in der Kita Lou bei der Papierfabrik Louisenthal sowie in einer der evangelischen Kinderkrippen rings um den See zur Verfügung stünden. „Alle Kinder können untergebracht werden“, versicherte Preysing.

 Der Tag der offenen Tür in der Zwergenburg findet am Samstag, 27. Februar, statt. Von 14 bis 17 Uhr können sich Eltern informieren und dabei auch ihren Nachwuchs anmelden. Infos unter der Rufnummer 0 80 22 / 6 63 49 29. 

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