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Wo jetzt Fahrräder stehen, kommt der Neubau hin.

Ortsplanungsausschuss befürwortet Bauantrag zur Realschule

„Vernunftsentscheidung“ kann Form annehmen

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Begeistert ist Gmund aus städteplanerischer Sicht nicht. Dennoch wurde jetzt der Antrag des Landkreises zum Erweiterungsbau befürwortet.

Gmund – Die Realschule Tegernseer Tal braucht mehr Platz und bekommt ihn. Geplant ist ein Anbau direkt vor der Schule. Im Gmunder Ortsplanungsausschuss standen jetzt erneut die dafür nötige Bebauungsplanänderung und der konkrete Bauantrag auf der Tagesordnung.

Bauamtsleiterin Christine Wild informierte über die eingegangenen Stellungnahmen, die unter anderem zum Inhalt hatten, dass an einigen Stellen noch Korrekturen vorgenommen werden müssen. So überschreitet der Neubau die bisherigen Baugrenzen. Das Staatliche Bauamt Rosenheim fordert, dass die Erschließung über die bestehende Zufahrt erfolgen müsse. Hier, so Wild, sei nichts anderes geplant. 

Lesen Sie hier: Der Landkreis baut alleine

Kurz diskutiert wurde über einen im Bebauungsplan eingetragenen Geh- und Radweg entlang der Gleise. Seit Anfang an ist dieser Verbindungsweg nach Dürnbach geplant, wegen ungeklärter Grundstücksfragen aber nicht realisiert. Das Landratsamt riet dazu, den Weg zu streichen. Gmund ist anderer Ansicht: „Wir sollten den Weg im Plan belassen und uns alle Optionen für die Zukunft offen halten“, empfahl Wild. Das komplette Gremium schloss sich ihr an. Mit der Gegenstimme von Helga Wagner (Grüne) wurde der Bebauungsplan dann beschlossen.

Fünf neue Klassenzimmer für die Realschule

Schnell abgehandelt war der Bauantrag, den der Landkreis als Bauherr stellt. Der Bau, so erklärt Christine Wild im Nachgang, wird etwa 34 mal elf Meter groß und 7,67 Meter hoch. Das Flachdach wird begrünt. Geplant ist ein 3,47 Meter langer verglaster Verbindungsgang, der vom Obergeschoss zum Haupthaus führt. Der Neubau ist energetisch autark und bekommt eine Gasheizung. Ebenerdig befinden sich drei Klassenzimmer, Technikraum und Toiletten, darüber zwei Klassenräume, zwei Büros, Toiletten und ein Putzraum. Fünf zusätzlich nötige Parkplätze werden am Bahnzugang geplant.

Am Ende stimmte nur Helga Wagner dagegen. Sie sei nicht gegen den Bau an sich, sondern gegen die Art und Weise, wie die Planung zustande kam, sagte Wagner. „Es ist ja bekannt, dass wir aus städteplanerischer Sicht nicht glücklich sind“, räumte auch Bürgermeister Alfons Besel (FWG) ein. Der Neubau, der nun nach intensiver Diskussion mit dem Bauherrn so gebaut werde, sei eine „Vernunftsentscheidung.“

Nun fehlt nur noch das Okay der Kreisbehörde selbst. Dann soll zügig begonnen werden, so Pressesprecher Birger Nemitz auf Nachfrage. „Wir werden uns bemühen, die lärmintensiven Arbeiten größtenteils in den Sommerferien zu realisieren, um den Schulbetrieb möglichst wenig zu stören.“ Die Fachplaner seien schon beauftragt. Die Kosten liegen bei 2,7 Millionen Euro.  

gr

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