+
Zwischen Dürnbach und Firnsterwald wird eine von zwei Lücken des Geh- und Radwegs geschlossen. 

Geh- und Radweg zwischen Finsterwald und Dürnbach

Eine von zwei Lücken wird geschlossen

  • Gerti Reichl
    vonGerti Reichl
    schließen

Am Lückenweg zwischen Dürnbach und Finsterwald wird wieder gebaut. Geschlossen ist er damit noch nicht.

Gmund – Diese Baufahrzeuge sind ein hoffnungsvoller Anblick. Sie sind dieser Tage an der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Dürnbach und Finsterwald im Einsatz, um den Geh- und Radweg zu vollenden, mit dessen Bau schon im März 2017 begonnen wurde. Die Gemeinde hatte das Vorhaben angepackt, obwohl sie für zwei Teilstücke über 100 und 30 Meter die Unterschriften der Grundstückseigentümer noch nicht in der Tasche hatte. Während der Lückenweg deutschlandweit zur Lachnummer wurde, fanden Fußgänger und Radfahrern die Geschichte keineswegs lustig, ja aus Sicherheitsgründen eher problematisch. Passanten stampften buchstäblich einen Trampelpfad aus dem Boden und damit eine Notlösung, um sich nicht auf der viel befahrenen Straße aufhalten zu müssen.

Bauarbeiten am Gmunder Lückenweg: Bürgermeister zeigt Verhandlungsgeschick

Jetzt schließt sich zumindest eine der beiden Lücken, und zwar die längere über 100 Meter. „Wir haben intensive Gespräche geführt, die von gegenseitigem Vertrauen geprägt waren“, fasst Bürgermeister Alfons Besel (FWG) die Verhandlungen mit der Finsterwalder Familie Holzer zusammen. Die hatte bisher den Grundstücksstreifen partout nicht verkaufen wollen. Die Holzers benutzten ihre Verweigerungshaltung als Druckmittel gegen eine Umgehungsstraße. Die würde, im Falle einer Realisierung, direkt am Hof der Holzers vorbeiführen. Sie habe schon die Tölzer Straße vor ihrer Nase, hatte Regina Holzer stets betont. Da brauche es nicht auch noch eine Umgehungsstraße, „damit die Münchner schöner rausfahren können“. Besel konnte diese Ängste nun offenbar ausräumen. Eine Umgehungsstraße sei zwar Bestandteil des aktuellen Bundesverkehrswegeplans (BVWP), „doch wenn der Gemeinderat die Straße nicht will, wird sie auch nicht vorangetrieben“. Bekanntlich würde die Straße auf Höhe des Salzstadels in Moosrain von der Bundesstraße abzweigen und über die Felder Richtung Finsterwald verlaufen. Derzeit schlummert die öffentliche Debatte über das Vorhaben.

Bad Wiessee setzt Sicherheitsdienst an der Seepromenade ein.

Was die laufenden Bauarbeiten betrifft, so steht für Donnerstag, 30. Juli, bereits die Asphaltierung im Kalender. Etwa 80 000 Euro sind laut Gemeinde kalkuliert. Der komplette Weg war 2017 mit rund 240 000 Euro veranschlagt worden. Auch ein Staatszuschuss über 80 000 Euro wurde der Gemeinde zugesichert. „Den gibt’s allerdings erst, wenn der Weg komplett fertig ist“, weiß Kämmerer Georg Dorn. Doch das ist vorerst nicht der Fall. Eine weitere Lücke muss noch geschlossen werden. 30 Meter, für die noch einmal das Verhandlungsgeschick des Rathauschefs gefragt ist. „Ich bin dran“, verspricht Besel.

Alle Infos aus der Region lesen Sie hier.

gr

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Rätselraten um Hotelprojekt
Ein ominöses Immobilien-Inserat, angeblich offene Pachtzahlungen sowie unerfüllte Forderungen der Gemeinde Waakirchen heizen Gerüchte um den Unternehmer Karl-Heinz …
Rätselraten um Hotelprojekt
Wohnbaugesellschaft Waakirchen engagiert Andreas Hagleitner als Angestellten
Wohnbaugesellschaft Waakirchen engagiert Andreas Hagleitner als Angestellten
Hochbetrieb an bayerischen Badeseen - Wasserwacht wütend: „Wenn Eltern ihrer Aufsichtspflicht nachkommen würden...“
Badeseen in Bayern sind ein beliebtes Ziel für Familien. Oft muss jedoch die Wasserwacht ausrücken. Die sieht vor allem in nachlässigen Eltern ein Problem.
Hochbetrieb an bayerischen Badeseen - Wasserwacht wütend: „Wenn Eltern ihrer Aufsichtspflicht nachkommen würden...“
Bahnschranke in Seeglas wieder okay
Spaziergänger in Seeglas müssen aufpassen. Die Bahnschranke ist defekt. Techniker arbeiten an der Panne.
Bahnschranke in Seeglas wieder okay

Kommentare