Die Dacheindeckung an der Kirche St. Quirin kommt wieder weg. Dieser Tage wurde mit den Arbeiten begonnen. Die „Biberschwänze“ werden durch das Ziegelmodell „Mönch und Nonne“ ersetzt.
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Die Dacheindeckung an der Kirche St. Quirin kommt wieder weg. Dieser Tage wurde mit den Arbeiten begonnen. Die „Biberschwänze“ werden durch das Ziegelmodell „Mönch und Nonne“ ersetzt.

Nach Kostensteigerung für St.Quirin

Gmund deckelt seinen Zuschuss für Kirchensanierung

  • Gerti Reichl
    vonGerti Reichl
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Bei der Sanierung des kleinen Kirchleins St. Quirin ist einiges schief gelaufen. Auch die Kosten sind gestiegen. Um zu verhindern, dass jetzt mehr Zuschuss fällig ist, hat die Gemeinde Gmund ihren bereits gefassten Beschluss nachjustiert.

Gmund – Weil bei der Sanierung des Kirchleins St. Quirin bisher einiges schief gelaufen ist, sind neue Baufirmen jetzt zum Neustart angetreten. Nach einer Besprechung vor Ort mit Vertretern des Denkmalschutzes ist nun alles klar: Das Dach von St. Quirin wird neu eingedeckt. Die bereits aufliegende Bedeckung mit sogenannten Biberschwänzen wird abgenommen, das Dach mit neuen Ziegeln vom Typ „Mönch und Nonne“ wieder eingedeckt.

Ende Februar hatten Vertreter des Erzbischöflichen Ordinariats mit dieser Nachricht überrascht und damit dem bisherigen Schlamassel um den schiefen Turm noch die Krone aufgesetzt.

Dieser Tage hat die Baufirma nun begonnen das historische Dach von seinen „Fremdkörpern“ (Diözesanbaumeister Hanns-Martin Röhmisch) zu befreien. Zudem werden stellenweise Abschlüsse und Übergänge neu gestaltet, berichtet Tegernsees Kirchenpfleger Norbert Schußmann. Für die alten Ziegel sei ein Interessent gefunden, „damit sind die Biberschwänze keinesfalls Bauschutt“, so Schußmann.

Kosten für Kirchensanierung St. Quirin: Gmund macht maximal 42.500 Euro locker

Um zu verhindern, dass mit den auf nun zwei Millionen Euro geschätzten Baukosten auch der Gmunder Anteil für die Sanierung steigt, hat der Gemeinderat jetzt seinen bisherigen Beschluss nachjustiert. Mit 2,5 Prozent, das wurde 2018 festgelegt, werde sich Gmund, in dessen Gemeindebereich die Kirche liegt, an den Kosten beteiligen. Weil diese damals auf 1,7 Millionen Euro berechnet waren, hatte Gmund seine Beteiligung über 42 500 Euro im Februar 2019 an die Kirchenstiftung Tegernsee überwiesen. Einstimmig beschlossen wurde jetzt, den Zuwendungsbetrag auf diese Summe tatsächlich zu deckeln.

„Man hat den denkmalschützerischen Anspruch sehr hoch geschraubt, vorhandene Arbeiten als wertlos erachtet und viel Kapital vernichtet“, stellte Bürgermeister Alfons Besel (FWG) fest. „Wir unterstützen gerne die Sanierung von wertvollen Baudenkmälern, sind aber nicht bereit, Unsinn mitzufinanzieren.“

Lesen Sie hier: Neue Regeln für die Uferanlage Seeglas.

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