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Sicherung mit Spritzbeton: Die Mauer am Gmunder Friedhof wurde mit einer „Notfall-Maßnahme“ stabilisiert. 

Notfall-Maßnahme ist ausgeführt

Friedhofsmauer: Einsturzgefahr vorerst gebannt

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Die Gefahr, dass die hohe Steinmauer zum alten Gmunder Friedhof einstürzen könnte, ist vorerst gebannt. Sie wurde in einem Teilstück gesichert. Eine Notlösung.

Gmund – Die Maßnahme ist schon von der Bundesstraße aus gut sichtbar: Entlang der Mannhardtstraße ist eine Absperrung aus Betonelementen aufgebaut, Büsche und Bäume sind abgeholzt. Auf einer Länge von etwa 30 Metern und einer Höhe von zwei Metern hat sich eine dicke Schicht aus Spritzbeton auf die Steine der Friedhofsmauer gesetzt. Kein schöner Anblick, an den sich Passanten aber vorerst gewöhnen müssen. Dennoch ist Georg von Preysing, Alt-Bürgermeister von Gmund und aktuell der Kirchenpfleger der katholischen Kirchenstiftung, froh, dass diese „Notfall-Maßnahme“ kurz vor Weihnachten noch ausgeführt wurde.

Friedhofsmauer in Gmund: „Sie hält über den Winter“

„Es war ein Geduldsspiel“, sagt Preysing, der vor seiner Zeit als Bürgermeister Bauleiter war und sein Fachwissen gerade für die Kirche einbringt. Schon im August musste ein Teil des Friedhofs wegenstatischer Probleme an der Mauer abgeriegelt werden. Etwa 20 Familien konnten ab diesem Zeitpunkt ihre Gräber nicht mehr betreten. „Wir haben laufend Messungen gemacht und wollten schnell handeln“, berichtet Preysing. Doch die Beteiligten – von der Unteren Denkmalschutzabteilung im Landratsamt Miesbach, über das Landesamt für Denkmalpflege, Bodengutachter, Ordinariat und Kirchenstiftung – waren unterschiedlicher Meinung, was die Ausführung betrifft. Denn: Die Mauer steht unter Denkmalschutz, und der Friedhof ist ein Bodendenkmal. Der Friedhof gilt als mittelalterliche Anlage, keiner weiß bisher, was sich unter den Gräbern befindet.

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Mitte Dezember gab es für die notdürftige Sanierung dann grünes Licht. Eine Spezialfirma konnte loslegen, weil auch das Wetter mitspielte. Sie brachte laut Preysing ein sogenanntes kaschiertes Dränvlies auf die Mauer auf, sicherte den Hang mit einer zweireihigen Vernagelung und brachte den Spritzbeton auf. „Jetzt ist zumindest sichergestellt, dass die Mauer an der heikelsten Stelle über den Winter hält“, sagt Kirchenpfleger Preysing. Wie die Oberfläche am Ende gestaltet wird und wie viel von den Mauersteinen sichtbar bleibt, müsse demnächst mit allen Beteiligten geklärt werden. Im Frühjahr, sobald die Witterung es zulässt, solle die Spritzbeton-Wand verschönert werden. Ob Pfeiler vorgesetzt oder die Wand begrünt wird, ist noch offen. Langfristig steht fest, dass die Mauer noch großflächiger saniert werden muss. Konkrete Kosten kann Preysing noch nicht nennen, er gehe aber davon aus, dass die große Lösung rund 800 000 Euro kosten werde. 85 Prozent werde das Ordinariat übernehmen, 15 Prozent entfallen auf die Gmunder Kirchenstiftung.

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Parallel zum Mauer-Dilemma wartet schon die nächste Baustelle: Pfarrhaus und Pfarrsaal stehen zur Sanierung an. Planerisch sei das Vorhaben schon am Laufen, der Antrag liege dem Ordinariat schon vor, so Preysing. Vor allem geht es um energetische Sanierung, „in ihrer Kubatur bleiben Pfarrhaus und Pfarrsaal so wie sie sind.“ Der Umbau betrifft vor allem die drei Wohnungen im Pfarrhaus. In einer wohnten zuletzt Asylbewerber. Sie sind inzwischen ausgezogen, die Wohnungen stehen leer. Der Beginn der Sanierungsarbeiten sei also jederzeit möglich.

gr

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