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Die Container neben der Seeturnhalle haben eine Verkleidung aus Holz bekommen. 

Gemeinde hat es selbst in die Hand genommen

Asyl-Container sind winterfest - zahlt Amt die Rechnung?

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Gmund - Schon lange hat der Helferkreis gefordert, den Versorgungscontainer der Asylbewerberunterkunft in Gmund winterfest zu machen - passiert ist seitens des Landratsamts nichts. Jetzt hat die Gemeinde reagiert.

Knapp 30 Asylbewerber leben in der Seeturnhalle in Gmund. Die Halle selbst ist winterfest. Die Versorgungcontainer, die neben der Halle auf einer großen Wiese stehen, waren es lange nicht. Schon im Oktober hatte Hajo Fritz, Organisator des Gmunder Helferkreises, diesen Zustand bemängelt. Inzwischen hat die Gemeinde Gmund selbst angepackt und eine Zimmerei damit beauftragt, für ausreichenden Wetterschutz zu sorgen.

Die drei Container, in denen sich die Küche, ein Wäscheraum sowie Duschen und Toiletten befinden, haben jetzt eine Verkleidung aus Holz. Diese wurde so großzügig gebaut, dass zwischen Container und Holzverkleidung ein Durchgang möglich ist. Allerdings wurde die Verkleidung nur an zwei Seiten angebracht, die Wind und Wetter besonders stark ausgesetzt sind. Zum Konzept gehört auch ein Verbindungsgang, damit die Männer trocken von der Halle zu den Containern kommen, erklärt Fritz. Aus Gründen des Brandschutzes ist eine Überdachung aus Metall geplant.

Die Gemeinde hofft, nicht auf den Kosten sitzen zu bleiben. 20.000 Euro, so eine erste Schätzung, wird die Wintersicherung in der Asylbewerber-Unterkunft kosten. „Die Rechnung“, sagt Kämmerer Georg Glas, „werden wir ans Landratsamt Miesbach schicken.“

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