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Beim Tegernsee Triathlon 2015.

Kommerzieller Organisator bittet um Zuschuss

Soll die Gemeinde Sport-Events finanziell unterstützen?

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Gmund - Ein Gmunder Unternehmen organisiert verschiedene Sport-Großveranstaltungen am Tegernsee - und wünscht sich dafür finanzielle Unterstützung durch die Gemeinde. Die fragt sich: Braucht's das?

Zwei sportliche Großveranstaltungen hat das Gmunder Unternehmen Evotion Events von Peter Targatsch jun. unter seinen Fittichen: den Tegernsee Triathlon, der heuer am 10. Juli stattfindet, und den Schuster Tegernseelauf, heuer am 18. September. Bei dem Ansturm an Teilnehmern sind auch die Hilfsorganisationen, wie etwa die örtliche Feuerwehr, stark gefordert. Weil diese bei solchen Veranstaltungen aber nicht unentgeltlich arbeiten, muss Targatsch für die Dienste der Feuerwehr zahlen. Für den Tegernseelauf greift die Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) Evotion Events unter die Arme. Sie sponsert den Halbmarathon, an dem im vergangenen Jahr rund 5000 Läufer teilnahmen, mit 2000 Euro. Damit seien auch die Kosten für die Feuerwehr enthalten, erfuhren die Gemeinderäte. 

Jetzt bemüht sich Targatsch auch um Unterstützung für den Triathlon. Zur jüngsten Gemeinderatssitzung beantragte er, die Gemeinde möge die 1000 Euro für die Feuerwehr übernehmen. Doch der Gemeinderat lehnte zunächst ab. Franz von Preysing (CSU) warnte davor, die Unterstützung zu leisten, da es sich beim Organisator um eine Privatperson handle. „Sonst kommen demnächst andere Gewerbetreibende auf uns zu und verlangen ebenso eine Unterstützung. Das können wir nicht machen“, so Franz von Preysing. Die Tatsache, dass die Gemeinde mit dem Bauhof bereits Unterstützung leistet und dafür nichts verlangt, war für Laura Wagner (Grüne) ausreichend. Targatsch habe Sponsoren, nehme Startgebühren ein und habe sicherlich auch Gewinn, „das langt“, fand Wagner. Ihre Mutter Helga Wagner glaubte, dass viele Gmunder angesichts des „zusätzlichen Verkehrs bei den Veranstaltungen“ ohnehin nicht begeistert seien. 

Christine Zierer (FWG) hielt als Sportreferentin die Sperrungen an zwei Veranstaltungstagen für unproblematisch und den Werbeeffekt für positiv. „Wir sollten uns nicht verschließen“, fand Zierer. Auch Fraktionskollege Otmar Straßmüller war der Werbeeffekt wichtig. „Wenn die Veranstaltung am fehlenden Gemeindegeld scheitern sollte, dann bin ich für den Zuschuss“, sagte Straßmüller. Für Johann Schmid (SPD) stellte sich nicht nur die Frage, ob Gmund solche Veranstaltungen grundsätzlich will. Er und sein Fraktionskollege Michael Huber bedauerten vor allem, dass sie keinerlei Überblick über die finanzielle Situation hätten. Sie fragten sich, ob die 1000 Euro „lebenswichtig“ für die Veranstaltung seien. Targatsch solle zunächst Zahlen liefern, so ihre Forderung. 

So wurde es dann einstimmig beschlossen: Peter Targatsch solle zunächst eine Bilanz seiner Veranstaltung vorlegen. Dann werde die Gemeinde erneut darüber abstimmen. „Und wenn er nichts vorlegt“, so Bürgermeister Georg von Preysing (CSU), „dann zahlen wir auch nichts.“

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