Kita Corona Gmund Notbetreuung
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Der Pius-Kindergarten (hier ein Archivbild) hat die Notbetreuung ausgeweitet.

Weil Regierung Pauschalen an die Gemeinden zahlt:

Gmund verzichtet auf Elternbeiträge

  • Gerti Reichl
    vonGerti Reichl
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Die Gemeinde Gmund hat sich mit den Kita-Gebühren während der Schließungszeit wegen Corona befasst und offiziell beschlossen, was eigentlich längst klar war.

Gmund - Nach wie vor läuft nichts normal in den Kinderbetreuungseinrichtungen. Deshalb hat der Gmunder Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, auf die Erhebung aller Elternbeiträge für die Monate April bis Juni zu verzichten. Ausgeschlossen davon sind Elternbeiträge für die Notbetreuung oder für Kinder, die aufgrund weiterer Lockerungen die Einrichtungen wieder besuchen dürfen. Für die Mädchen und Buben, die seit Montag wieder die Kita besuchen dürfen, wird die Gemeinde jedoch erst ab Juni wieder Gebühren geltend machen. Dies betrifft Vorschulkinder, die mit ihren Geschwistern unter Einhaltung bestimmter Regeln wieder in die Kita kommen dürfen. 

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Grundlage für den Beschluss der Gemeinde ist die Förderzusage der Staatsregierung. Diese wird wegen des staatlich ausgesprochenen Betretungsverbots in den Kitas den Kommunen bestimmte Pauschalen erstatten: Für Krippenkinder bis drei Jahre gibt es 300 Euro pro Kind und Monat. Das direkt an die Eltern gezahlte staatliche Krippengeld über 100 Euro entfällt. Für Kindergartenkinder zwischen drei und sechs Jahre gibt es 50 Euro. Der staatliche Zuschuss in Höhe von 100 Euro monatlich wird vom Staat an die Träger weitergezahlt. Für Hortkindern über sechs Jahre gibt es 100 Euro pro Kind und Monat. 

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Auch für die Mittagsbetreuung und die Spielgruppe werden keine Gebühren erhoben. Für Letztere gibt es zwar keine staatliche Erstattung, doch wolle die Gemeinde hier keinen Unterschied machen, so Rathauschef Alfons Besel in einer aktuellen Mitteilung. Insgesamt rund 18 300 Euro an Gebühren erhebt die Gemeinde monatlich. Den größten Anteil hat die Kinderkrippe mit 8300 Euro, der Kindergarten macht 3300 Euro aus, auf 2400 Euro belaufen sich die Gebühren des Kinderhorts, für Mittagsbetreuung bezahlen Eltern in Gmund insgesamt 4300 Euro.

Lange sei unklar gewesen, so Besel, wie mit den Gebühren umzugehen sei und wie die Erstattung administrativ vonstattengehen solle. Bei den Eltern bedankt sich Besel für die Geduld. Im April erhobene Gebühren seien zurückerstattet worden.

Alle aktuellen Infos zu Corona lesen Sie hier in unserem Corona-Ticker.

gr

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