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Ein Container und Arbeiten auf dem Gelände in Dürnbach künden bereits von den Plänen des Döner-Verkäufers.

Sind die zwei Container genehmigungsfähig?

Döner in Dürnbach: Gemeinde wartet auf Pläne

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Alle warten auf den neuen Dönerstand in Dürnbach. Doch die Gemeinde hat bisher noch keine Pläne zur Genehmigung vorliegen. 

Dürnbach Wann gibt’s wieder Döner, Hendl und Pommes in Dürnbach? Fans und hungrige Passanten, die einen schnelle Mahlzeit suchen, warten sehnlichst darauf, seit Ende Juli der Imbisswagen neben der Bundesstraße abtransportiert worden war. Hoffnungen auf einen raschen Neuanfang kamen auf, als Betreiber Cem Cinar aus Hohenbrunn bereits wenige Tage später zwei Container aufstellte, Pflastersteine entfernte und Versorgungskabel verlegt wurden.

Zwei einfache graue Container als Imbissbude, an prominenter Stelle in Dürnbach, neben einem schicken Geschäftshaus, das gerade errichtet wurde und kurz vor der Eröffnung steht – ist das erlaubt? Natürlich ist die neue Imbissstation bereits Thema im Rathaus. „Der Betreiber war bei uns und hat uns grundsätzlich über seine neuen Imbisspläne informiert“, sagt die Gmunder Bauamtsleiterin Christine Wild. „Um das Thema möglichst bald im Ortsplanungsausschuss besprechen zu können, habe ich ihm zur Aufgabe gemacht, bis 6. September einen Plan einzureichen.“ Bis jetzt liege aber nichts vor. Bei der nächsten Sitzung am Dienstag, 17. September, spielt die neue Imbiss-Station also keine Rolle.

Döner in Dürnbach: Betreiber muss sich auch an Gestaltungssatzung halten

Zur Genehmigungssituation: Laut Wild hat der Betreiber seit 1995 eine Genehmigung für einen „mobilen Verkaufswagen“. Was ein neues Vorhaben betrifft, so sei dies grundsätzlich dann von einem Genehmigungsverfahren befreit, wenn es eine Größe von 75 Kubikmeter umbauten Raum nicht überschreite. „Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Gewerbe, eine Wohnung, eine Garage oder eben eine gastronomische Nutzung handelt“, so Wild. Allerdings müsse sich der Antragsteller an die Gestaltungssatzung halten.

Ist das bei den beiden Containern der Fall? Sie bräuchten wohl eine ansehnliche Verschalung und ein ortsübliches Satteldach, glaubt Wild.

Es sind also noch viele Fragen offen. Feste stehe laut Bauamtsleiterin, dass Cem Cinar seine Container an den Kanal anschließen möchte. Einen Container wolle er zum Zubereiten der Gerichte verwenden. In dem anderen Container wolle er Tische und Stühle aufstellen, weiß Wild, um den Kunden eine ordentliche und notfalls auch beheizte Gelegenheit zum Verzehren von Döner und Hendl bieten zu können. Bisher war dies nicht der Fall. Wer seinen Imbiss noch vor Ort vertilgen wollte, stand ohne Dach da, das Gleiche galt für die Wartenden in der Schlange. Zudem, so heißt es zu den Gründen der Neuorientierung, sei der alte Imbisswagen „ziemlich marode“ gewesen.

Auf den Neuanfang müssen hungrige Kunden also noch warten.

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gr

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