Parkplatz Bahnhalt Moosrain
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Der Bahnhalt Moosrain bekommt einen ordentlichen Parkplatz. Der Grünstreifen wird dafür großteils geopfert, die ungeordneten Parkplätze (r.) entfallen.

Gemeinderat beschließt Variante für geordneten Parkplatz 

Bahnhalt Moosrain: Mehr Platz für Pendler

  • Gerti Reichl
    vonGerti Reichl
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Pendler in Moosrain dürfen sich freuen: Schon im Herbst will die Gemeinde mit dem Bau von Parkplätzen am Bahnhalt beginnen. Auch für Fahrräder ist dann mehr Platz. 

Gmund – Die Schaffung von Parkplätzen am Bahnhalt in Moosrain ist ein lange geplantes Vorhaben, das immer wieder verschoben wurde. Zum Ärgernis der ständig mehr werdenden Pendler. Die müssen sich bisher irgendwo entlang der Grundstückszäune eine Lücke suchen. „Jetzt packen wir zügig an“, kündigte Bürgermeister Alfons Besel (FWG) am Dienstagabend im Gemeinderat an, nachdem sich das Gremium einstimmig auf eine Variante geeinigt hatte. Planer Sepp Schreder, der auch mit dem am kommenden Freitag abgeschlossenen Dauerprojekt Tölzer Straße befasst ist, hatte nach einer ersten Beratung im Mai zwei Planungsvarianten erarbeitet.

Klar der Favorit war folgende Lösung: Der bisherige Grünstreifen entlang des Bahngleises soll abgegraben und dort mit 36 Senkrecht-Parkplätzen umgestaltet werden. Alte Bäume müssen teilweise weichen, neue Bäume sollen die Fläche aufgelockern, ein neuer, 3,50 Meter breiter Zugangsweg zum Bahnsteig soll entstehen. Wegen immer breiter werdender Fahrzeuge soll jeder Parkplatz 2,63 Meter breit sein. Diese Lösung wurde am Ende einstimmig abgesegnet. Mit der zweiten Variante, die zehn Parkplätze weniger, dafür eine wie bisher zulässige Parkfläche entlang der Zäune vorsieht, konnte sich keiner so recht anfreunden.

Unterschiedlicher Meinung war der Gemeinderat in Sachen Fahrrad-Stellplatz. Zur Diskussion standen ein überdachtes Areal für 36 Fahrräder gleich im Anschluss an die Parkplätze, also in unmittelbarer Gleisnähe, ein neuer Standort hinter dem geplanten Parkstreifen oder eine Variante mit ebenfalls überdachten und beleuchteten Ständern auf der aktuellen nördlichen Pkw-Parkfläche. Rings um den Ratstisch dominierte der Wunsch, die Radfahrer zu stärken. „Traut’s euch, in die Zukunft zu schauen“, appellierte Michael Huber (SPD) an jene Kollegen, denen die 36 Fahrradständer zu viel erschienen. Huber forderte, bei der Schaffung von Plätzen nicht zu sparen. Dies war auch Franz von Preysing (CSU) wichtig. Er prophezeite, dass auch Schüler, wenn der neue Bahnhalt an der Realschule fertig sei, ihre Räder vermehrt am Bahnhof Moosrain abstellen würden. Josef Stecher (FWG) hielt nichts von Extra-Lampen, da der Bahnhalt ohnehin beleuchtet sei.

Wohin mit den Kurzzeitparkern? Vize-Bürgermeister Georg Rabl (FWG) hielt es nicht für nötig, dafür eigene Flächen zu schaffen. Dies sei zum einen schwer zu überwachen, zum anderen könne das Holen und Bringen von Bahnnutzern auch wie bisher, also ohne eigene Parkzone, abgewickelt werden. Auch Besel nahm Abstand von einer Kurzzeit-Zone. „Jeder normale Parkplatz ist wichtig“, fand er in Hinblick auf den Bahnhalt an der Realschule, wo kein neuer Parkplatz geplant ist und Lehrer schon jetzt um ihre Stellplätze bangen.

Am Ende entschied sich der Gemeinderat gegen drei Stimmen für einen gleisseitig situierten Fahrradplatz und dafür, das frei werdende nördliche Park-Eck nur noch als Hol- und Bringzone zuzulassen. Weil der Bau schon im September beginnen soll, werden die Arbeiten sofort ausgeschrieben und möglichst noch im Juli vergeben. Auch ein Lärmschutzgutachten und eine Baugenehmigung für den Fahrradplatz sind nötig. Die Kosten sind noch offen. Die im Haushalt eingeplanten 150 000 Euro dürften aber nicht reichen. „Der Tag, an dem der Platz zur Verfügung steht, ist ein guter Tag“, wusste der Planer Sepp Schreder schon jetzt.

Lesen Sie auch: Warum sich die Kosten für den Bahnhalt Finsterwald verdoppeln.

gr

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