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Bauprojekt an der Hirschbergstraße: 30 Wohnungen entstehen hier teils privat, teils kommunal. 

Projekt an der Hirschbergstraße

30 neue Wohnungen für Gmund

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Mehr bezahlbare Wohnungen – dieses Ziel verfolgt Gmund konsequent. An der Hirschbergstraße sollen möglichst bald 30 neue Wohnungen entstehen.

Gmund 7500 Quadratmeter Wiese sollen zu Bauland werden. Als das Projekt am Dienstagabend im Gemeinderat Thema war, räumte Bürgermeister Alfons Besel (FWG) einen klassischen Zielkonflikt ein: „Einerseits wollen wir den Außenbereich schonen, andererseits haben wir enormen Wohnraumbedarf für Familien und junge Leute.“ Das Vorhaben sei ideal, weil man vorhandene Infrastruktur nutzen und eine Vielzahl von Wohnungen mit hoher Qualität schaffen könne. Besel kündigte sodann einen Entwurf des Haushamer Architekten Herbert Wagenpfeil an, der diesem Zielkonflikt entgegentreten werde.

Lesen Sie hier, was Josef Brenner in Gmund plant.

Das ganze Vorhaben, für das der Bebauungsplan geändert wird, umfasst zwei Bereiche: Im oberen Teil verwirklicht der Gmunder Robert Stumbaum mit dem Bauträger Sebastian Hiergeist auf 1970 Quadratmetern zwei Mehrfamilienhäuser mit zwölf Wohneinheiten. Eine Tiefgarage mit 24 Stellplätzen gehört zu diesem privaten Vorhaben. 

Die Gemeinde hängt sich an dieses schon länger geplante Projekt quasi dran: Im weiteren Verlauf der Hirschbergstraße wird sie Bauherrin für zwei, jeweils zweistöckige Wohnhäuser mit je neun Wohneinheiten. Im unteren Kurvenbereich ist in einem Mischgebiet ein drittes Haus vorgesehen, in dem sich auch Gewerbe ansiedeln kann. Ob das Haus verkauft wird, oder ob die Gemeinde auch dieses Gebäude in den kommunalen Wohnungsbau aufnimmt, ist noch offen. Unter den Häusern entsteht eine Tiefgarage mit drei Einfahrten und Platz für 33 Fahrzeuge. Insgesamt 14 Stellplätze sind oberirdisch angeordnet. „Die Tiefgarage ist so großzügig geplant, dass auch die Feuerwehr Flächen bekommt“, erklärte Wagenpfeil. Alle Häuser werden mit Aufzügen und damit barrierefrei an die Tiefgarage angebunden.

Der Entwurf, der zuvor auf Verwaltungsebene ausgewählt worden war, gefiel den Gemeinderäten zwar grundsätzlich, zu einigen Details gab’s jedoch Anmerkungen. So war Michael Huber (SPD) dafür, auch das dritte Haus gegenüber der Autowerkstatt als gemeindliches Wohnhaus zu planen. „Wenn wir schon so viel Grund bebauen, dann sollten wir den sozialen Wohnungsbau auch konsequent in den Vordergrund stellen“, fand Huber, der zudem forderte, dass sich im Verlauf stets der komplette Gemeinderat mit der Planung befassen solle und nicht nur der Ortsplanungsausschuss. Dies wurde am Ende gegen zwei Stimmen auch beschlossen.

Gewerbehaus überzeugte nicht ganz

Hans Haslauer (FWG) befürchtete einen Lärm-Konflikt wegen der Feuerwehr und war dafür, das komplette Areal als Mischgebiet auszuweisen. Franz von Preysing (CSU), Barbara von Miller (SPD) und Johann Schmid (SPD) waren nicht ganz überzeugt von der Planung des Gewerbehauses. Vor allem eine Terrasse, die wegen des steil ansteigenden Geländes notwendig wird, gefiel ihnen nicht. Von Miller hatte zudem Bedenken, ob überhaupt Bedarf für Gewerbe da sei und sprach von Leerstand in Dürnbach. „Ich bin eher für Wohnraum.“ 

Besel entgegnete, dass sehrwohl die Nachfrage für Gewerbe da sei. Ihm gefiel der Gesamt-Entwurf: „Er hat Charme“, fand Besel. Die Planung mit Mehrfamilienhäusern sei flächensparend im Vergleich zur Planung mit Einfamilienhäusern. 

Gegen die Stimmen von Michael Huber und Laura Wagner (Grüne) wurde der Entwurf, auch für den Bebauungsplan, befürwortet. Architekt Wagenpfeil bekam den Auftrag, die Gestaltung des Gewerbehauses zu überarbeiten.

Lesen Sie hier: Auch Tamara Comolli baut in Festenbach ein Haus um.

gr

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