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Mangfallsteg Gmund
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Der Steg über die Mangfall ist ein Wahrzeichen für Gmund und wird erneuert.

Gemeinderat Gmund hat mehrheitlich eine Lösung gefunden

Variante für Mangfall-Steg gefunden

Ein neuer Steg über die Mangfall muss her, so schnell wie möglich. Jetzt hat sich der Gemeinderat für eine Variante entschieden.

Gmund– Der Steg über die Mangfall ist ein Wahrzeichen von Gmund und soll es auch bleiben. Deshalb diskutierte der Gemeinderat bereits mehrfach, um die richtige Lösung für die Erneuerung des baufälligen und daher seit April gesperrten Stegs zu finden. 

Bisher wurde auf Basis einer Variante komplett aus Holz geplant, im Neureuthersaal fasste Bürgermeister Alfons Besel (FWG) jetzt noch einmal das Für und Wider zusammen. Und er berichtete auch, was bei einer neuen Besprechung kürzlich mit dem Planer Sepp Schreder, einer Fachfirma und den Gmunder Zimmererleuten Florian Floßmann und Tobis Bauer, beide Mitglied im Gemeinderat, erörtert wurde.

 „Eine Reparatur der Brücke kommt nicht in Frage“, stellte Besel grundsätzlich klar. Sollte sie jedoch komplett in Holzbauweise errichtet werden, dann müssten 14 Holzpfähle von je 17 Metern Länge in den Boden gerammt werden. „Und das wäre ein Mega-Aufwand“, sagte Besel. So müsste eine eigene Baustraße angelegt werden, vom Bahnhofsgelände aus müsste eine Zufahrt über den Hang Richtung See geschaffen werden. Dabei habe eine Brücke mit Holzpfählen nur eine Haltbarkeit von etwa 25 Jahren.

Künftiger Mangfallsteg ruht auf Stahlpfählen - teilweise

Inzwischen sei man zu der Überzeugung gekommen, dass Pfähle aus Stahl die bessere Lösung seien. „Wir bräuchten kein schweres Baugerät, sondern nur ein Floß und auch keine Baustraße“, so der Rathauschef. Die Pfähle könnten stückweise und mit Längen von je sechs Metern vor Ort eingebracht und zusammengeschweißt werden. „Diese Lösung ist wirtschaftlicher und dauerhafter“, so der Rathauschef. Bis zu 80 Jahre betrage die Lebensdauer einer Stahlbrücke. Der Vorschlag der Gemeinde-Verwaltung laute daher, die Pfähle sowie die Längs- und Querträger aus Stahl zu errichten und nur den Oberbau, also den Belag und das Geländer mit 1,10 Meter hohen Längsstäben, aus Holz.

Florian Floßmann (FWG) warb für eine andere Variante: Stahlpfähle unter Wasser und ab der Wasseroberfläche eine Konstruktion komplett aus Holz. „Damit würden wir die Holzoptik wahren.“ Namhafte Zimmerer-Kollegen, berichtete er, würden ebenfalls diese Variante favorisieren.

Mangfallsteg in Gmund: Kosten und Lebensdauer im Blick

Vize-Bürgermeister Herbert Kozemko (CSU) war jedoch für die Stahl-Variante: „Da wissen wir, dass es funktioniert.“ Denn Kosten und Lebensdauer dürfe die Gemeinde nicht aus den Augen verlieren. Immerhin standen Kosten von 350 000 Euro plus Ausgaben für die Planung zuletzt im Raum. Kosten für neue Varianten konnte Planer Sepp Schreder noch nicht nennen.

Michael Huber (Grüne) war für einen Oberbau aus Holz und zudem für eine Breite von nicht nur 2,50, sondern von drei Metern. Der Arbeitskreis Verkehr der Agmunda mache diesen Vorschlag. Um Bedenken wegen der Optik im Falle einer Unterkonstruktion aus Stahl zu zerstreuen, wurden Bilder vom Schifffahrtssteg in Tegernsee gezeigt, auch hier stehen die Stege auf Stahl.

Lesen Sie hier: Wo ist der Glasl Mandi?

Nach ausführlicher Diskussion ließ Besel abstimmen. Alle waren zwar dafür, dass der Steg auf Stahlpfählen ruhen soll. Die knappe Mehrheit von 11:8 war aber dafür, dass der sichtbare Oberbau ab der Wasseroberfläche aus Holz errichtet werden soll. Die 56 Meter lange Brücke soll 2,50 Meter breit werden (gegen Huber). Eine Bauzufahrt nördlich des Seeuferwegs wird ausgeschlossen. Möglichst bis Weihnachten soll die neue Brücke stehen, auch wenn Planer Sepp Schreder dies für „sportlich“ hält.

Alle Infos aus der Region lesen Sie hier.

gr

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