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Im März hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt den neuen Bundesverkehrswegeplan vorgestellt. Darin sind die Umgehungsstraßen sowohl in Gmund als auch in Waakirchen mit höchster Priorität enthalten.

Gmund äußert sich nicht zu Bundesverkehrswegeplan

Ortsumgehung: Gemeinde schweigt und wartet ab

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Gmund - Die Gemeinde Gmund will sich nicht zum Entwurf des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) äußern. Und das, obwohl auch die dortige Ortsumgehung in dem Plan oberste Priorität genießt.

Während in Waakirchen und Holzkirchen heftig um das Thema Umgehungsstraße gerungen wird, ist es in Gmund sehr still. Dabei hat der Bund auch dort für eine Trasse grünes Licht signalisiert. Im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) hat die Ortsumgehung von Gmund höchste Priorität, wie auch die Waakirchner Umgehung und die Holzkirchner Südspange.

Die Trasse soll von der B 318 zwischen Moosrain und Dürnbach abzweigen und über die Felder in Richtung Finsterwald verlaufen. 47,9 Millionen Euro soll der Bau der 3,8 Kilometer langen Strecke kosten. Noch bis zum 2. Mai besteht die Möglichkeit, eine Stellungnahme zum BVWP-Entwurf abzugeben.

Die Gemeinde Gmund wird sich aber nicht äußern, wie Bürgermeister Georg von Preysing (CSU) auf Nachfrage der Tegernseer Zeitung mitteilt. Entschieden hat der Gemeinderat dies in nicht öffentlicher Sitzung. Gmund warte ab, ob die Umgehung auch in der endgültigen Fassung des BVWP enthalten sei, erklärt Preysing. Anders als in Waakirchen hat Gmund aber auch schon einige Vorarbeiten in Sachen Umgehung erledigt.

So ist der Korridor, in dem die Straße verlaufen soll, bereits Teil des neuen Gmunder Flächennutzungsplans. Das Verfahren dazu ist allerdings noch nicht abgeschlossen, der Flächennutzungsplan nicht genehmigt. In Waakirchen hingegen existiert noch gar keine Planung, sondern lediglich ein Strich auf der Landkarte.

Das erklärt, warum die Gmunder Umgehung mit 47,9 Millionen Euro so viel teurer berechnet ist als die Waakirchner Umfahrung. Dort sollen 2,1 Kilometer Umfahrung nach der ersten Kalkulation nur 6,6 Millionen Euro kosten.

Angesichts der geleisteten Vorarbeit brauche die Gemeinde zum jetzigen Zeitpunkt nicht tätig werden, findet Preysing. Leicht durchsetzbar wird aber auch die Gmunder Umgehung nicht sein. Wie berichtet, lehnt die Gemeinde Bad Wiessee die Umfahrung ab. Sie fürchtet, dass die Westumgehung noch mehr Verkehr in Richtung Bad Wiessee schaufelt.

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