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Diesen Briefkopf mit dem Logo der Grünen verwendet Peter Horst auf seinen Pressemitteilungen.

Gescheiterter Bürgermeister-Kandidat verwendet Logo der Grünen

Wieder Empörung über Rechtsanwalt Horst

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Der gescheiterte Bürgermeister-Kandidat Peter Horst aus Gmund sorgt weiter für Empörung. Auf Pressemitteilungen verwendet er das Logo der Grünen. Das passt seinen einstigen Unterstützerinnen gar nicht. 

Gmund – Nur zu gerne wäre Peter Horst am 25. Februar bei der Bürgermeisterwahl in Gmund als parteifreier Kandidat in den Ring gestiegen. Doch das Vorhaben scheiterte. Der Wahlvorschlag der von Horst gegründeten Gruppierung „Gmund aktiv“ wurde am Dienstag vom Wahlausschuss für ungültig erklärt. Nicht nur, dass die Zahl derjenigen, die für Horst eine Unterschrift leisteten, bei Weitem nicht genügte, darüber hinaus leistete sich der promovierte Rechtsanwalt beim Prozedere gravierende Mängel. Verstummt ist Peter Horst dennoch nicht.

Gmund wählt einen neuen Bürgermeister - alles, was Sie zur Bürgermeisterwahl in Gmund 2018 wissen müssen

Erst am Donnerstag erreichte dieTegernseer Zeitung eine neuerliche Pressemitteilung Horsts. Thema diesmal: die Ausbaubeitragssatzung. Aus der Tatsache, dass sein Wunsch nach einer Kandidatur keinen Erfolg hatte, macht der Jurist dabei keinen Hehl. Die E-Mail unterzeichnete er mit dem Zusatz: „vom Wahlausschuss abgelehnter parteifreier Bewerber für die Bürgermeisterwahl 2018 in Gmund“.

Und noch ein anderes Detail auf der Pressemitteilung sticht ins Auge. Horst verwendet darauf eine Abbildung, auf der neben einem Foto von ihm selbst auch der Schriftzug seiner Wählergruppe „Gmund aktiv“ sowie das Logo von Bündnis 90/Die Grünen mit dem Zusatz „Gemeinderatsfraktion ,Die Grünen‘“ zu sehen ist. Darüber hinaus betont Horst am Anfang der Pressemitteilung noch einmal, dass seine Kandidatur von den Grünen-Gemeinderätinnen Helga und Laura Wagner unterstützt worden war.

Tatsächlich hatten sich die Grünen-Rätinnen anfangs für die Kandidatur des Gmunders stark gemacht. Dass Horst aber Pressemitteilungen verschickt, in denen er den Eindruck erweckt, sie seien auch im Namen der Grünen verfasst, geht für Helga Wagner eindeutig zu weit. „Das darf er nicht, und das weiß er auch“, empört sich die Gemeinderätin über das Vorgehen Horsts. Zumal die Unterstützung des Bewerbers lediglich von ihr und ihrer Tochter persönlich ausgegangen sei, vom Grünen-Ortsverband aber nicht mit getragen worden sei. „Wir wollten halt, dass auch ein Außenseiter eine Chance hat“, begründet Wagner die damalige Entscheidung und fügt hinzu: „Ich glaube aber, dass der Zug für ihn jetzt abgefahren ist.“

Horst selbst wollte am Donnerstag am Telefon zu dem Thema keine Stellungnahme abgeben.

gab

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