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Die Situation am Gmunder Bahnhof.

Gemeinderat beschließt Rahmenplan für Umgestaltung des Bahnhofsareals

Bahnhofsareal: Das ist der Plan

  • Gerti Reichl
    vonGerti Reichl
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Bis zur Umgestaltung des Bahnhofsareals ist es noch ein langer Weg. Einstimmig hat der Gemeinderat jetzt einen Rahmenplan verabschiedet. 

Gmund – „Es ist wichtig, einen Zwischenstand zu beschließen. Das erwarten die Bürger“, sagte Rathauschef Alfons Besel (FWG), als es bei der ersten Arbeitssitzung des neuen Gemeinderats gleich um ein zukunftsweisendes Thema für Gmund ging: die Umgestaltung des Bahnhofsareals und der Wiesseer Straße.

Drei Tage lang hatten sich Gmunder Bürger im Juli 2019 die Köpfe darüber zerbrochen, wie das Umfeld der Gleise attraktiver werden könnte. Professionelle Unterstützung hatte dabei das Planungsbüro Nonconform aus Wien geleistet.. 500 Ideen waren gesammelt und gebündelt worden. Städteplaner Lothar Zettler vom Memminger Planungsbüro Lars Consult hat die Ideen inzwischen in einen Rahmenplan gepackt, der nach einer ersten nicht-öffentlichen Besprechung mit etlichen Änderungen jetzt den Gemeinderatsmitgliedern und der Öffentlichkeit erneut präsentiert wurde.

Parkplätze

Zettler war voll des Lobes über Gmund, seine gute Diskussions- und Streitkultur und überhaupt die „tolle Architektur des Bahnhofs“, die auch in Zukunft konkurrenzlos sein solle. Mehrere Ziele werden mit der Planung verfolgt: Gmund will die Parkplatz-Situation mit einem Park&Ride-Parkplatz und einer Tiefgarage oder einem Parkdeck verbessern, will einen zentralen Busbahnhof und einen attraktiven Bahnhofsvorplatz zum Verweilen schaffen. Fahrrad-Abstellplätze und die Umgestaltung der Wiesseer Straße – unter anderem mit einem Schutzstreifen für Radfahrer – sollen ebenso realisiert werden wie die künftige Überquerung der Gleise.

Zettler ging ins Detail: So soll der Park&Ride-Parkplatz 24 Stellplätze bieten. Weil angrenzend auch eine überdachte Fahrrad-Abstellfläche geplant ist, fallen gegenüber der ursprünglichen Planung sechs Pkw-Plätze weg. Ein zentraler Busbahnhof schließt sich an – nun östlich des Bahnhofs. Er bietet sechs Bussen zu beiden Seiten eines überdachten, multifunktionalen Zugangsbereichs Platz.

Wiesseer Straße

Das Ein- und Ausfahren auf die Wiesseer Straße ist von zwei Seiten möglich. Apropos Wiesseer Straße: Eine Verschmälerung, das hätten erste Gespräche mit dem Staatlichen Bauamt Rosenheim gezeigt, sei nicht möglich, so Zettler. Schutzstreifen für Radfahrer seien nur dort machbar, wo am Ende eine Straßenbreite von fünf Metern übrig bleibe. Eine Überquerungshilfe sei im weiteren Verlauf aber realisierbar. Das Staatliche Bauamt mache insgesamt klare Vorgaben, erklärte Zettler, auch zur Gestaltung der Oberflächen etwa mit Pflastersteinen.

Barrierefrei verweilen

Ein wesentliches Element ist ein barrierefrei zugänglicher Platz zum Verweilen an der Stelle, wo derzeit noch die Busse verkehren. Die Fläche soll homogen mit einem Brunnen, mit Bänken und einem Kiosk gestaltet werden. Angrenzend ist eine weitere Verkehrsfläche mit Pkw- und Radl-Parkplätzen geplant. Im Bereich des Bahnhofsgebäudes wäre für Zettler eine Überquerung der Gleise denkbar.

In der anschließenden Debatte kamen weitere Vorschläge auf den Tisch. Michael Huber (Grüne) wünschte sich den Vorplatz noch etwas größer. Er riet dazu, ihn gut einzugrünen, „sonst kriegt er keine Aufenthaltsqualität“. Insgesamt hielt er es für wichtig, den Plan in einigen Punkten nachzuschärfen und die Bürger in einer gewissen Form weiter zu beteiligen. Das sei erwünscht, versicherte Besel.

Korbinian Kohler (CSU) fragte nach, warum die Tiefgarage nicht unter dem Busbahnhof machbar sei. Zettler verwies auf wesentlich höhere Kosten. CSU-Sprecher Franz von Preysing war wichtig, dass die Tiefgarage mit einem behindertengerechten Zugang versehen und ein Zugang vom Fahrrad-Stellplatz zum Bahnsteig nicht vergessen werde. Zettler versicherte, dass die Wünsche im Planentwurf und in der Ausführungsplanung berücksichtigt würden. „Jetzt geht’s darum, den Rahmenplan zu verabschieden, damit die Verwaltung weitere Aufträge zu nötigen Untersuchungen, etwa für eine Tiefgarage, in Auftrag geben kann“, so Zettler.

Lesen Sie hier: Neuer Mangfallsteg soll schnell kommen.

Besel bezeichnete den Rahmenplan als grobe Orientierung. Er verglich ihn mit einem Buch, dessen erstes Kapitel die Tiefgarage oder das Parkdeck sei. Dann folge der Busbahnhof und der Vorplatz. „Dieses Buch zu lesen, wird uns vier bis fünf Jahre kosten“, so Besel. Es sei wichtig den Zwischenstand zu beschließen. Weitere öffentliche Veranstaltungen zum Thema schloss er nicht aus.

Alle Infos aus der Region lesen Sie hier.

gr

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