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Hier neben der Abfüllanlage der Brauerei Tegernsee soll ein weiterer Neubau entstehen.

Dritter Komplex

Brauhaus baut an der Kreuzstraße kräftig weiter

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Gmund - Es war von Anfang an klar: Die Abfüllanlage der Herzoglichen Brauerei Tegernsee im Gewerbegebiet an der Kreuzstrasse bei Gmund wird ein riesiger Komplex. Jetzt soll der dritte Bauabschnitt angepackt werden.

Seit 2010 wird im Gewerbegebiet an der Kreuzstraße gebaut. Von Anfang an war klar: Es wird ein Gewerbekomplex in drei Etappen. „Das haben wir gewusst, wir haben damals über die Gesamt-Baumaßnahme abgestimmt“, sagte Bürgermeister Georg von Preysing (CSU) am Dienstagabend bei der Sitzung des Ortsplanungsausschusses, als der Bauantrag für die Erweiterung des Logistik-Zentrums Am Kanzlerfeld zur Diskussion stand. Konkret ging es um die Tektur jenes Antrags, der bereits Bestandteil der Gesamt-Genehmigung war: Abschnitt Nummer drei für eine Stapel- und Verladehalle.

Der Bebauungsplan für das Areal.

Bauabschnitt Nummer eins war das Produktions-, Füll- und Logistikgebäude, das eine Fläche von 8400 Quadratmetern einnimmt und Ende April 2012 offiziell eingeweiht wurde. 2015 wurde mit dem zweiten Abschnitt begonnen: Eine 39 mal 35 Meter große Lagerhalle, in der das komplette Inventar der Brauerei wie Holzmöbel für Waldfeste oder Außenbestuhlungen untergebracht ist. 

Jetzt soll Abschnitt Nummer drei im östlichen Bereich des Geländes angepackt werden. Anders als ursprünglich geplant, soll sich die Stapelhalle direkt an das Hauptgebäude anschließen. Daneben sollen die Fahrspuren verlaufen. Statt zwölf Metern sollen die Wände nur 10,57 Meter hoch werden, erläuterte Bauamtsleiterin Christine Lang. Sie bezeichnete das Vorhaben als „unproblematisch“, da sich die Brauerei mit ihrem Vorhaben innerhalb der Baugrenzen des Bebauungsplans bewege. Zwölf zusätzliche Parkplätze werden im hinteren Bereich des Baus untergebracht. Ebenfalls beantragt wurde ein Carport, der westlich des Logistikzentrums entstehen soll: 55 Meter lang, 10,40 Meter breit, mit einer Wandhöhe zwischen fünf und sechs Metern. Der Bau soll einen Betonsockel erhalten, ansonsten mit einer Holzkonstruktion ausgeführt werden. 

Für den Ortsplanungsausschuss gaben die beiden Anträge keinen Anlass zu Diskussionen. Lediglich Barbara von Miller (SPD) wünschte sich, dass der Hag, der das Logistikzentrum eingrenzt, mehr Buschwerk bekommt. Preysing versprach, sich darum zu kümmern. Nicht nur der Bau des Logistikzentrums an der Kreuzstraße und die tatsächliche Ausführung der drei Etappen sind ein Zeichen dafür, dass sich das Brauhaus Tegernsee im Aufschwung befindet. Auch am Stammsitz in Tegernsee wird derzeit kräftig gebaut. Hier wird auch weiterhin das Bier gebraut. Filtriert und abgefüllt wird der Gerstensaft an der Kreuzstraße. Mit der Erweiterung soll auch das Personal aufgestockt werden. Preysing berichtete bei der Sitzung, dass offenbar zwölf neue Mitarbeiter eingestellt werden sollen. 

In Teilen der Bevölkerung ist die Ausweisung des Gewerbegebiets an der Kreuzstraße nach wie vor umstritten. Die Herausnahme der einstigen Grünfläche aus dem Landschaftsschutzgebiet durch den Kreistag war umkämpft. Am Dienstag wurde über die dritte und wohl letzte Etappe nicht weiter diskutiert: Die einzige Gegnerin des Projekts, die Grünen-Rätin Helga Wagner, fehlte bei der Sitzung.

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