Freizeitgelände Oedberg Wohnmobile
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Sehr gefragt: Die Stellplätze für Autos und Wohnmobile am Oedberg sind schnell belegt. 

Bei Ortstermin mit dem Landrat

Oedberg: „Entspannte Lösung“ für Parkplatz-Not gefunden

  • Gerti Reichl
    vonGerti Reichl
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Das Gelände am Oedberg entwickelt sich weiter zum Freizeitpark, zu dem bald auch Tiny-Houses gehören. Auch für die Parkplatz-Not ist eine schnelle Lösung gefunden.

Gmund– Dass Georg Reisberger, Geschäftsführer der Oedberg GmbH, mit seinen Plänen für den Freizeitpark am Oedberg richtig liegt, zeigt sich dieser Tage und vor allem an den Wochenenden, wenn Daheim-Urlauber und Ausflügler das Areal mit Kletterwald, Sommerrutsche, Spielplatz, Streichelzoo und Gastro-Alm regelrecht stürmen. Dazu kommen Wanderer und Radfahrer, die von hier aus teilweise zu Ferntouren starten. Von einem touristischen Leitbetrieb war die Rede, als sich am Dienstag Landrat Olaf von Löwis, Baujuristen, Vertreter der Naturschutzbehörde, Bürgermeister Alfons Besel und Reisberger vor Ort trafen.

Parkplätze am Oedberg: Wiese wird freigegeben, wenn nötig

Was ist noch machbar am Oedberg und vor allem naturschutzrechtlich vertretbar? Darum ging’s. Weil die 180 Parkplätze nicht ausreichen, hatte Reisberger zuletzt die Freigabe einer westlich gelegenen Wiese beantragt. Ein aufwendiges behördliches Genehmigungsverfahren wäre jedoch wegen der nötigen Herausnahme aus der Landschaftsschutzgebietsverordnung die Folge. „Wir haben eine entspannte Lösung gefunden“, berichtet Reisberger. „Die Wiese wird ab sofort freigegeben, wenn nötig.“ Im Herbst will sich der Gemeinderat erneut mit dem weiteren Vorgehen befassen. „Wir brauchen langfristig ordentliche Parkplätze“, findet Besel. Dass die Gemeinde notfalls als Antragsteller auftritt und mit öffentlichem Interesse argumentiert, hätte ein vereinfachtes Genehmigungsverfahren zur Folge.

Seeglas soll keine Dauer-Event-Arena sein.

Im Bauausschuss am Abend ging es dann konkret um den Bebauungsplan, der die Grundlage für die Entwicklung des Oedberg-Areals liefert. Er beinhaltet die 24 Wohnmobil-Stellplätze, die großteils schon zur Verfügung stehen, den Umbau des Waldfest-Schuppens zu einer barrierefreien Sanitäranlage für Wohnmobilisten und eine Bike-Station. 

Freizeitpark Oedberg: Bald auch mit Tiny-Houses

Auch 20 Tiny-Häuser, je 18 Quadratmeter groß, gehören dazu. Sie dürfen aus Holz, mit einem Satteldach und einer maximal drei Quadratmeter großen Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach gebaut werden und müssen mobil sein.

Die vom Landratsamt geforderte Ausgleichsfläche ist bereits in der Nähe des Oedbergs gefunden und soll als Feuchtwiese entwickelt werden. Dass zwei Wohnmobilstellplätze weniger entstehen als geplant, ist durch den geforderten Mindest-Abstand von fünf Metern zu einem Hag begründet.

Ohne Diskussion und mit einer Gegenstimme wurde der Bebauungsplan in eine zweite öffentliche Auslegungsrunde geschickt. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagte Besel. Das findet auch Reisberger. Er hatte darauf gedrängt, dass das Behördengespräch vor Ort am Oedberg stattfindet. „Damit sich alle ein Bild davon machen können, wie beliebt das Areal ist.“ Er freut sich, dass die Gemeinde hinter ihm steht und nun ein Bebauungsplan kurz vor dem Abschluss steht.

Wann die Tiny-Häuser gebaut werden, hänge ganz vom nächsten Winter ab, meint Reisberger. „Wenn der Skilift wegen Schneemangels nicht laufen kann, dann fangen wir noch heuer an, ansonsten im nächsten Frühjahr.“ Seinem Ziel, einen wetter-unabhängigen Betrieb am Oedberg zu schaffen, ist Reisberger dann einen Schritt näher gekommen.

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gr

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