Gemeinderat beschließt moderate Erhöhung

Mittagsbetreuung für Schulkinder wird teurer

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Vor zwei Jahren hatte die Gemeinde zuletzt die Gebühren angepasst. Jetzt müssen Eltern wieder mehr bezahlen für die Mittagsbetreuung ihrer Kinder.

Gmund– 89 Gmunder Mädchen und Buben werden derzeit nach dem Unterricht mittags in der Grundschule betreut. Dafür müssen die Eltern jetzt geringfügig mehr bezahlen. Das hat der Gemeinderat bei seiner Sitzung am Dienstagabend einstimmig beschlossen.

Kämmerer Georg Dorn erinnerte daran, dass die Gebühren zuletzt vor zwei Jahren angepasst worden seien. Da man sich an der Anhebung der Verbraucherpreise orientieren werde, schlug Dorn eine Erhöhung um 3,58 Prozent vor. „Das entspricht zwei Euro in jeder Buchungskategorie und ist doch sehr moderat“, meinte Dorn. Die Mehreinnahmen von knapp 2000 Euro würden sich auch nicht gravierend auf den Haushalt auswirken, so der Kämmerer. Schließlich würden pro Kind die Personalkosten mit jährlich 1500 Euro zu Buche schlagen. Die staatliche Förderung betrage 450 Euro pro Kind, die Elterngebühren würden bei etwa 500 Euro liegen. Die Gemeinde bezuschusse jedes Kind freiwillig mit etwa 550 Euro. „Das ist schon sehr hoch, und es gibt wenige Gemeinden, die das so machen“, sagte der Kämmerer.

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In der niedrigsten Kategorie, also bei einer Betreuungszeit bis zu einer Stunde, sind künftig 33 statt 31 Euro fällig. Im Höchstfall, bei einer vier- bis fünfstündigen Betreuung nach dem Unterricht, kostet die Gebühr 83 Euro monatlich.

Bürgermeister Alfons Besel (FWG) betonte, dass die Gemeinde Gmund sehr wohlwollend mit den Familien im Ort umgehe. „Wir kalkulieren wirklich nicht spitz, sondern zahlen für jedes Kind einen hohen freiwilligen Betrag.“ Er erinnerte daran, dass die Gemeinde vor etlichen Jahren noch mit einem „großen Knall“ die Gebühren erhöhen musste. Inzwischen werde man alle zwei Jahre die Gebühren anpassen, und das sei für alle Eltern sicherlich erträglich.

gr

Rubriklistenbild: © THOMAS PLETTENBERG

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