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Großes vor hat die Gemeinde mit dem Bahnhofsareal.

Zuschüsse werden beantragt

Bahnhofs-Areal: Staat soll Hotelpläne unterstützen

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Gmund - Der Gmunder Bahnhof soll schöner werden, im Mittelpunkt der Planung für das Areal steht ein Hotel. Nun soll der Staat im Rahmen der Städtebauförderung die Gemeinde unterstützen. 

Das Bahnhofsgelände in Gmund ist alles andere als ein schöner Anblick: Unbefestigte Parkplätze, eine baufällige Lager- und Güterhalle und verwilderte Wiesen, auf denen Baumaterial lagert, prägen das Bild. Das soll sich ändern: Das Gebiet soll schöner werden, auch ein Hotel ist geplant. Jetzt will die Gemeinde herausfinden, ob Zuschüsse aus dem Topf der Städtebauförderung drin sind. 

Der Gemeinderat befasste sich bei seiner jüngsten Sitzung mit dem CSU-Antrag. „Wir müssen der Regierung von Oberbayern Details liefern“, wusste Bürgermeister Georg von Preysing (CSU). Viele Fakten sind zum Planungsgebiet nötig, das nicht nur den Bahnhof selbst umfasst. Vorarbeit hat die Gemeinde geleistet, als sie sich im April 2015 mit dem seit 2008 existierenden Entwurf eines Bebauungsplans befasste und die Grenzen neu absteckte. 

9,4 Hektar umfasst das Gebiet. Es beginnt im Norden beim Sparkassengebäude, erstreckt sich entlang der Wiesseer Straße bis zum Bahnübergang bei Kaltenbrunn und nach Süden bis zum See und der Mangfall. Was mit den drei Wohnhäusern an der Bundesstraße passiert, die sich seit dem Kauf des Bahnhofsareals 2012 im Besitz des gemeindlichen Kommunalunternehmens befinden, ist noch offen. In einem der Häuser sind derzeit Asylbewerber untergebracht. Das Haus ist allerdings in schlechtem Zustand und soll langfristig abgerissen werden. Wie Geschäftsführer Florian Ruml auf Nachfrage erklärt, sei beabsichtigt, die beiden anderen Häuser mit derzeit vermieteten Wohnungen zu sanieren. 

Im Mittelpunkt der Überlegungen steht ein Hotel mit etwa 150 Betten, das zwischen Bahnlinie und See gebaut werden soll. Zudem sollen die Güter- und Lagerhalle abgerissen, der bisherige Busparkplatz ans andere Ende des Bahnhofs verlegt und durch einen Platz mit Kurzzeitparkplätzen und einem Kiosk ersetzt werden. Auch eine Tiefgarage oder ein Parkdeck sind geplant, das markante Bahnhofsgebäude soll besser zur Geltung kommen. Die Rede ist auch von einem weiteren touristischen Gebäude, das nahe der Bahnbrücke entstehen soll.

Und der Staat soll bei der Verschönerung helfen. Die Gemeinde, so machte Preysing deutlich, könne die Antragsprozedur allerdings nicht alleine stemmen. Da die Firma Lars Consult bereits mit dem Bebauungsplan befasst sei, erschien es den meisten Gemeinderäten sinnvoll, wenn das Unternehmen auch in die Antragsprozedur zur Städtebauförderung einsteigen würde. Allerdings soll das Unternehmen zunächst ein Angebot dafür abgeben. Michael Huber (SPD) sowie die beiden Grünen-Rätinnen Helga und Laura Wagner waren gegen dieses Vorgehen. „Ich finde Fördergelder zwar gut“, sagte Laura Wagner. Weil sie aber grundsätzlich gegen die angedachte Planung fürs Bahnhofsgelände sei, lehne sie folgerichtig auch den Einstieg in die Städtebauförderung ab. Im Rahmen der Bebauungsplan-Diskussion hatte sie schon betont, dass eine Bebauung des Areals mit einem Hotel „das schöne Ensemble des Bahnhofs“ zerstören würde.

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