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Radfahrer und Fußgänger auf der Mangfallbrücke in Gmund. Die Radfahrer müssten eigentlich absteigen.

Fahrradstreifen in Gmund und Bad Wiessee, aber ein Problem auf der Mangfallbrücke

Platz da für die Radler

  • Gerti Reichl
    vonGerti Reichl
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Ein neuer Fahrradstreifen macht Hoffnung in Gmund. Wenn da nicht das Problem mit der Mangfallbrücke wäre.

Gmund – Es ist eng dieser Tage in Gmund. Noch enger als sonst. Seit der Holzsteg über die Mangfall wegen Baufälligkeit gesperrt ist, müssen alle über den schmalen Gehweg entlang der Bundesstraße. Fußgänger, Rollstuhlfahrer, Familien mit Kinderwägen und Radfahrer. Manche erleben brenzlige Situationen – vor allem, wenn Radfahrer nicht absteigen und mehr als die Hälfte der Fußwegbreite beanspruchen. Da müssen Eltern wie Kinder auf der Gehsteigkante balancieren, um auszuweichen. „Manchen ist himmelangst, wenn zugleich ein 40-Tonner mit mehr als Tempo 50 vorbeirauscht“, sagt Dorit Guttenberg von der Agmunda Verkehr und Mobilität. Vorschläge würden derzeit schon an sie herangetragen zur Entschärfung der Situation, etwa Abtrennungen wie schräg gegenüber an der Pestkapelle oder einfach nur Pylonen. „Die Brücke ist derzeit ein Riesenproblem“, findet Guttenberg. Beim nächsten Treffen der Agmunda, am Donnerstag, 16. Juli, um 19.30 Uhr in der Pizzeria Luna Rossa in Dürnbach, soll es unter anderem um eine Initiative zur Verkehrsberuhigung auf der Mangfallbrücke gehen.

Neuer Fahrradstreifen in Gmund am Bahnhof.

Derweilen ist Gmund dabei, seinen Weg zur fahrradfreundlichen Kommunen weiter zu festigen. Das geregelte Miteinander von Radfahrern und Autofahrern wird schon geprobt – mit einem Mini-Stück eigene Radspur. Dass die Markierung von Kaltenbrunn kommend in Bahnhofsnähe beginnt und auf Höhe der Bus-Haltestellen abrupt endet, griff Franz von Preysing (CSU) kürzlich im Gemeinderat auf. „So ein Schmarrn“, sagte von Preysing und meinte die Tatsache, dass im weiteren Verlauf der Straße, wo Radler die Spur am dringendsten bräuchten, kein Platz ist. „Wir haben gekämpft, sind aber auf taube Ohren gestoßen“, erklärte Bürgermeister Alfons Besel (FWG). Der kurze Streifenabschnitt diene dazu, ein „Feeling“ zu bekommen“ für das künftige Miteinander von Autos und Radlern, wenn die Neugestaltung des Bahnhofsareals einmal umgesetzt ist. Wie berichtet, soll die Wiesseer Straße dort komplett umgestaltet werden. Auch wenn es noch nicht soweit ist: Schon demnächst realisiert die Gemeinde die ebenfalls geplante Bike&Ride-Anlage. Unter der alten Überdachung entstehen laut Besel zehn Rad-Parkplätze sowie drei Ladestationen für E-Bikes. Mit 3230 Euro, 75 Prozent der Gesamtkosten, unterstützt der Freistaat das Vorhaben. „Man sieht, dass dies dem Staat einiges wert ist“, so Besel.

Fahrrad-Schutzstreifen jetzt auch in Bad Wiessee

Auch in Bad Wiessee ist seit Kurzem ein weißer Trennstreifen auf der Bundesstraße für Radler nicht zu übersehen. Laut Geschäftsleiter Hilmar Danzinger wurde damit ein Gemeinderatsbeschlusses umgesetzt. Die Maßnahme wurde dann vom Landratsamt angeordnet und auch vom Freistaat bezahlt. lediglich geringe Planungskosten musste Bad Wiessee selber stemmen. Vom nördlichen Ortseingang bis zum Zentralparkplatz und dann wieder vom ehemaligen Postamt bis zur Hubertusstraße reicht nun das Reich der Radler. Die Aktion kommt offenbar gut an. Während sonst nur diejenigen den Weg ins Rathaus finden, die etwas zu kritisieren haben, so handelt sich die Verwaltung bisher nur Lob ein. Freie Bahn für Radfahrer heißt es nun in Bad Wiessee, auf dem Gehsteig dürfen, wie schon bisher, nur Kinder radeln.

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Unterdessen wünschen sich Dorit Guttenberg und die Mitstreiter in Sachen Fahrradfreundlichkeit, dass der Radstreifen Schule macht. „Wenn er von der Kreuzstraße bis zum Gmunder Berg kommen könnte, dann wäre das eine gute Sache.“ Und im weiteren Verlauf durch Gmund müsste Tempo 30 auf der Bundesstraße gelten. Wäre das machbar? „Eine Beschränkung auf Tempo 30 würde hier eine Überregulierung darstellen, nur den Schilderwald mehren und keine sinnhafte Wirkung entfalten“, fasst Sprecherin Sophie Stadler die Meinung von Straßenverkehrsbehörde, Polizei und Staatlichem Bauamt zusammen. Begründet wird dies mit Messungen, die Gmund über das Kommunale Dienstleistungszentrum nahe der Mangfallbrücke vornehmen ließ. Ergebnis: Die meisten Verkehrsteilnehmer fahren – sei es wegen der Verkehrsbelastung oder der Enge – durchschnittlich ohnehin nur mit 33 oder 35 Stundenkilometern. Nicht möglich sei auch die Markierung von Radverkehrsstreifen in diesem Bereich. Die Fahrbahn sei nicht breit genug, und bei der dort üblichen Verkehrsdichte bestehe dort de facto ein Überholverbot. „Warum also mit viel Beschilderungsaufwand etwas verbieten, was hier ohnehin kaum möglich ist?“, so Stadler. Trotz dem Wunsch, den Schilderwald einzudämmen, haben sich zwei weitere Zeichen inzwischen an der Mangfallbrücke dazu gesellt: „Gehweg“ und „Radfahrer absteigen“. Wie sich die Situation entwickelt, will die Agmunda im Auge behalten.

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