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Schwierig: Einmündung von der Max-Obermayer-Straße in die Bundesstraße.

Vor allem die Einmündung auf die Bundesstraße ist ein Problem

Volksfestplatz: Was die Anwohner nervt

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Wer von der Max-Obermayer-Straße in Gmund in die Bundesstraße einbiegen möchte, muss viel Geduld mitbringen. Warum das so ist und warum sich wohl nichts daran ändern wird, lesen Sie hier.

Gmund Helmut Gries wohnt mit seiner Frau an der Max-Obermayer-Straße, also direkt am sogenannten Viehhallen- oder Volksfestplatz. Die Zustände dort verfolgt er aufmerksam und brachte sie bei der Bürgerversammlung zur Sprache. „Der Platz ist doch die Rumpelkammer von Gmund“, schimpfte Gries und prangerte die Situation an. Abgesehen davon, dass der Platz eine allgemeine Anlaufstelle sei für Autofahrer auf der Suche nach Parkplätzen sei, würden auch Lkw an- und abfahren und den Platz als Abladefläche missbrauchen. „So geht das den ganzen Tag“, sagte er. Noch viel schlimmer aber sei die Verkehrssituation auf der Max-Obermayer-Straße selbst: „Die ist seit der Rewe-Eröffnung noch schlimmer geworden“, findet Gries.

Lesen Sie hier: Die Gmunder Pläne für ein Parkhaus.

In der Tat: Wer auf die Bundesstraße einbiegen möchte, hat es nicht nur mit Autofahrer zu tun, die zwischen dem Stachus und Tegernsee unterwegs sind, sondern auch mit ein-- und ausfahrenden Fahrzeugen aus der Rewe-Garage sowie mit den Schrägparkern vor dem Gebäude. Derzeit kommt der Verkehr einer Großbaustelle hinzu: Unternehmer Christian Werth lässt zwischen Bahngleis und Bundesstraße ein Ensemble für Gewerbe und Arztpraxen, 22 Wohnungen sowie einer Tiefgarage mit drei Ebenen bauen. Der Verkehr der Kunden und Bewohner wird also dazu kommen, auch wenn Werth diesen für „unerheblich“ hält.

Gries steht mit seiner Meinung nicht alleine da. „Die Gemengelage ist hier schon eine Herausforderung“, findet Anwohner Rudolf Probst, „die Kreuzungssituation sei „nicht trivial, sondern durchaus spannend.“ Die vielen Schilder, auch zur Ankündigung von Flohmarkt und Bauernmarkt, würden zudem die Einsicht in die Kreuzung erschweren. „Die Situation ist wirklich nicht einfach“, pflichtet Anwohner Hermann Prassl bei.

Gries regte den Bau einer neuen Erschließungsstraße an – südlich der öffentlichen WC-Anlage. Doch Besel winkt ab. Es sei nicht möglich, die Bahnlinie zu untertunneln oder eine Brücke zu bauen. Auch die Einführung von Parkgebühren hatte der Anwohner vorgeschlagen. Insgesamt gehöre der Platz in die Pläne zur Ortsentwicklung mit aufgenommen. Hier bittet der Rathauschef um Geduld. „Ein Parkkonzept muss Hand und Fuß haben, die Bewirtschaftung mit Augenmaß erfolgen“, sagt Besel. Wenn die Pläne für das Bahnhofsareal realisiert sind, werde man über ein einheitliches Parkkonzept für Gmund nachdenken.

Wird abgerissen und neu gebaut: die Viehhalle in Gmund.

Dann ist da noch die baufällige Viehhalle, die das Bild des Platzes prägt. 

Wie Andreas Bartl, der Vorsitzende der Viehzuchtgenossenschaft Tegernsee bestätigt, soll die aus den Jahren um 1900 stammende Halle, in der bis 1996 Tierschauen stattfanden, abgerissen und neu errichtet werden. Konkrete Pläne seien noch nicht eingereicht. Es ist aber die Rede davon, dass der First der 540 Quadratmeter große Halle gedreht und die Halle insgesamt weiter südlich platziert werden könnte. Die Gemeinde hat die Halle seit Langem gepachtet und lagert dort Utensilien des Bauhofs. 7500 Quadratmeter drumherum, also ein Großteil des Platzes, sind ebenfalls von der Gemeinde gepachtet – vorerst bis zum Jahr 2020.

Einen höheren Stellplatzbedarf und damit mehr Autos werde die Erneuerung der Halle nicht nach sich ziehen, betont Besel, der zumindest eines verspricht: Die Gemeinde werde die Situation auf der Max-Obermayer-Straße im Auge haben und notfalls mit Landratsamt und Polizei nach Lösungen suchen.

Lesen Sie hier auch: Was der Bürgermeister zum Thema Hochwasserausgleich sagt.

gr

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