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Dieser markante Bau an der Tölzer Straße in Gmund soll durch ein Mehrfamilienhaus ersetzt werden. 

Vorbescheidsantrag stand zur Debatte

Josef Brenner plant großes Wohnhaus in Gmund

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Ein markantes Wohnhaus in Gmund kommt weg, ein neues wieder hin. Wer als Bauherr hinter dem Vorhaben steckt, lesen Sie hier.

Gmund – Dass der Wiesseer Josef „Jupp“ Brenner nicht nur Gastronom kann (Freihaus Brenner, Gut Kaltenbrunn), sondern auch Gemeinderat (Wiesseer Block) und zudem in Immobilien macht (Brenner Park), ist bekannt. Dass er sich mit seiner Bauherrentätigkeit jetzt auch auf Gmunder Terrain bewegt, ist neu. 

Auf der Tagesordnung des Ortsplanungsausschusses stand sein Vorbescheidsantrag auf Abbruch eines Wohngebäudes und Neubau eines Mehrfamilienhauses mit Tiefgarage und Stellplätzen. An der Tölzer Straße soll das Projekt mit neun Wohneinheiten entstehen. Zur Sitzung war Architekt Herbert Wagenpfeil gekommen, der die Diskussion als Zuhörer verfolgte.

Lesen Sie hier: 2015 platzte der Traum vom Brenner Park.

Bauamtsleiterin Christine Wild erklärte, was Brenner plant: Das jetzige Gebäude, in dem sich auch eine Arztpraxis befand, soll abgerissen werden. An dessen Stelle ist ein zwölf mal 23 Meter großes Haus mit zwei Vollgeschossen und einer Wandhöhe von sieben Metern geplant. „Der Bau ist grundsätzlich möglich“, erklärte Wild. Er würde sich auch einfügen, obwohl die Wandhöhe über der in der Gemeindesatzung zulässigen Höhe liegen würde. Ausschlaggebend dafür seien die beiden, nicht gerade kleinen Häuser zu beiden Seiten des geplanten Objekts. Das eine habe eine Höhe 8,80 Metern, das andere 6,80 Meter.

Christine Zierer (FWG) und auch Barbara von Miller (SPD) sorgten sich um den Geländeverlauf und darum, ob das Gebäude wegen eines vorhandenen Hügels „erhaben“ wirken könnte. Ausnahmsweise durfte sich Architekt Wagenpfeil dazu äußern. Er zerstreute die Bedenken und versicherte, dass das Gelände in keine Richtung beeinträchtigt werde.

„Ortsverträgliche Verdichtung“

Bürgermeister Alfons Besel (FWG) musste einräumen, dass das Gebäude von bereits massiver Bebauung flankiert werde. „Ja, das Ortsbild wird sich stark verändern dadurch“, glaubte er. „Aber es handelt sich um eine ortsverträgliche Verdichtung, mit der wir leben können.“ Für das Projekt spreche zudem, dass neun Wohnungen entstehen.

Die Mitglieder des Ortsplanungsausschusses hatten nichts einzuwenden. Brenner bekam für seine Voranfrage grünes Licht.  

gr

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