FabLab Gmund
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Den Mietvertrag und die Schlüssel übergab Alfons Besel (2.v.l.) an (v.l.) Alexander Kutschera, Katharina Eisenberg und Joseph Paul.

Neuer Standort für Hightech-Werkstatt

FabLab wird in Gmund sesshaft

  • Gerti Reichl
    vonGerti Reichl
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Wo früher Möbel verkauft wurden, entsteht nun eine Hightech-Werkstatt für Jung und Alt: das FabLab. Die Gemeinde stellt die Räume zur Verfügung.

Gmund – Ein Lasercutter zum präzisen Schneiden von Holz, Papier und Kunststoffen; ein 3D-Drucker; eine Siebdruckmaschine zum Bedrucken von Textilien und anderen Materialien; ein Elektroniklabor mit Oszilloskop und Lötstation; PC-Arbeitsplätze; Schraubenzieher und – sofern sich noch ein Sponsor findet – vielleicht auch eine große CNC-Fräse. „Unser FabLab ist ein Technikspielplatz für Jung und Alt“, sagt Joseph Paul, Vorsitzender des im April 2018 in Miesbach gegründeten Vereins FabLab Oberland mit inzwischen 50 Mitgliedern. „Wir ermöglichen allen Interessierten, digitales Handwerken auszuprobieren und neuartige technische Geräte zu nutzen.“

FabLab zieht nach Gmund: Nutzung Kostenloses Angebot für Jung und Alt

Bisher hatte der Verein seinen Standort in Holzkirchen. Weil dort der Platz sehr begrenzt ist, suchte man neue Räume – und fand sie. Die Gemeinde Gmund stellt 97 Quadratmeter an der Tölzer Straße 3a mietfrei zur Verfügung. Der Verein kann hier nun seinen Hauptstandort einrichten, zugleich soll ein kleiner Standort in Holzkirchen erhalten bleiben. Bastler, Tüftler und Technikinteressierte aller Altersklassen sind hier ab Juni, wenn das FabLab eingerichtet ist, an bestimmten Nachmittagen und Abenden gut aufgehoben. „Wir halten das FabLab für ein großartiges Angebot“, freut sich Bürgermeister Alfons, der jetzt die Schlüssel überreichte. „Zum einen profitieren unsere Bürger, die die Hightech-Werkstatt für Projekte nutzen können. Zum anderen sehe ich es als sehr wichtig an, auch unseren Nachwuchs an die Faszination Technik heranzuführen. Das FabLab eröffnet Kindern und Jugendlichen den spielerischen Zugang sowohl zum Handwerk als auch zu neuen Technologien, und es ermöglicht ihnen, sich auszuprobieren.“

SWM fördern FabLab

Die Geräte im FabLab (deutsch: Fabrikationslabor) können nicht nur kostenlos ausprobiert werden. „Der Austausch untereinander und der gemeinsame Spaß an Handwerk und Technik stehen dabei für uns im Vordergrund“, erklärt Alexander Kutschera, der als MINT-Manager im Landkreis ein Netzwerk für naturwissenschaftliche Themen aufbaut.

Neben dem festen Standort gibt’s das FabLab weiterhin auch mobil: Laut Kutschera ist es derzeit zwischen der Realschule und dem Gymnasium Tegernsee, der Grundschule Schliersee und der Förderschule Hausham unterwegs. „Die Schüler sollen auf den Geschmack kommen und ihr technisches Interesse weiterverfolgen“, sagt Alexander Kutschera, der sich auf Helfer freut, die beim anstehenden Umzug mit anpacken. Interessenten können sich bei ihm melden unter alex@oberlab.de.

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gr

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