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Bei der Eröffnung: Vor gut zehn Tagen zapfte Gmunds Bürgermeister Georg von Preysing auf dem Volksfest das erste Fass Bier an. Mittlerweile liegt eine erste Bilanz des Festwirts vor.

Durchwachsene Bilanz

Wirft der Volksfest-Wirt das Handtuch?

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Gmund - Steht das Gmunder Volksfest schon bald wieder ohne Festwirt da? Die Bilanz von Gastronom Christian Fahrenschon fällt nach zehn Tagen Festbetrieb jedenfalls durchwachsen aus.

Zwar habe man den Umsatz des Gmunder Volksfestes gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozent steigern können, sagt Festwirt Christian Fahrenschon. Doch das sei noch immer nicht gut genug. Vor allem unter der Woche lasse der Besucher-Zuspruch stark zu wünschen übrig.

„Ich habe mich gefreut, drei Jahre lang in Gmund Festwirt sein zu dürfen“, erklärte Fahrenschon am Montag gegenüber der Tegernseer Zeitung. Klingt nach Abschiedsworten. Doch der in Rosenheim ansässige Festwirt relativiert: Er habe bereits mit seiner Familie gesprochen, man werde sich für die endgültige Entscheidung noch etwas Zeit lassen. Auch ein Gespräch mit Bürgermeister Georg von Preysing will Fahrenschon noch abwarten.

Er betont: „Wir haben uns nach Kräften bemüht, das Fest wieder voranzubringen.“ Die Tal-Bevölkerung wusste es nur in Teilen zu schätzen. Während am letzten Festwochenende das Zelt bestens besucht war, habe es unter der Woche „narrisch ausgelassen“, berichtet Fahrenschon. Selbst am Mittwoch, dem Tag der Jugend, als die Partyband Tropical Rain für Stimmung sorgte, war das Zelt nur halb gefüllt.

Woran könnte es liegen? „Vielleicht gehen die Jugendlichen hier lieber auf Schupfnfeste“, mutmaßt der Festwirt, der andernorts allerdings festgestellt hat, dass der Trend durchaus wieder hin zu den Volksfesten geht.

„Man wird sich Gedanken machen müssen, ob das noch der richtige Veranstaltungsort für ein Volksfest ist“, meint Fahrenschon. Und er sieht dabei auch die Gemeinde in der Pflicht. Er selbst habe im Vorfeld zwei Tage lang Klinken geputzt, um mit den Anwohnern ein gutes Einvernehmen zu erreichen. Am Ende habe er sogar den Toilettenwagen auf Wunsch der Nachbarn ein Stück weit vom Zelt entfernt platziert. Was wiederum für Unmut bei Besuchern sorgte, die auf dem Weg zur Toilette durch den Regen laufe mussten. Die Zukunft des Gmunder Volksfestes – sie ist offenbar wieder ungewiss.

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