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Der Bauernmarkt in Gmund zieht vom Ludwig-Erhard-Platz an den Volksfestplatz.

Ab 1. Juli am Volksfestplatz

Gmunder Bauernmarkt startet neu durch

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Gmund - Neuanfang für den Gmunder Bauernmarkt: Er findet ab Freitag, 1. Juli, nicht mehr am Ludwig-Erhard-Platz, sondern am Volksfestplatz statt.  Dort, wo alles begann.

Isabella Moser von der gleichnamigen Miesbacher Feinkost-Familie, ist mit ihrem rollenden Spezialitätenwagen auf vielen Märkten unterwegs. Von Ingolstadt bis Garmisch-Partenkirchen, in Miesbach und Tegernsee sowieso. Freitagmittag parkte sie bisher am Gmunder Ludwig-Erhard-Platz ein – und musste zusehen, wie ein Händler nach dem anderen über die Jahre das Handtuch warf. Warum die Kundschaft nur spärlich den Weg in die schmale Fußgängerzone fand, bleibt ein Rätsel, das selbst die Gemeinde bisher nicht lösen konnte: Erst machte der CAP-Markt auf und wieder zu, dann setzte der Dorfladen die Anteile vieler Gmunder in den Sand, ein Metzger kam und ging wieder. Die verbleibenden Geschäfte haben ihr Überlebensrezept wohl gefunden. 

Neben der Halle der Viehzuchtgenossenschaft findet der Markt künftig statt.

Moser hielt zusammen mit einem Gemüsehändler, der sogar aus Aichach anreiste und einem weiteren Fischhändler die Stellung. „Wir haben immer wieder in der Gemeinde angefragt, ob ein Umzug zum Volksfestplatz nicht wieder möglich wäre“, sagt Isabella Moser. Dort hatte alles angefangen: 2001 hatte die Gemeinde neben der Halle der Viehzuchtgenossenschaft Tegernseer Tal einen Markt eingerichtet. „Damals aus der Not heraus, weil es im Zentrum keine Einkaufsmöglichkeiten mehr gab“, erinnert sich der ehemalige Gemeinderat Marinus Dießl, der den Markt zu seinem Thema gemacht hatte. 17 Fieranten bauten anfangs ihre Stände auf, es gab nicht nur Gemüse, Fisch, Käse, Obst und Gemüse, sondern auch frisches Bauernbrot, hausgemachte Ravioli, Marmeladen, Oliven und Geflügel. 2003 verlegte die Gemeinde den Markt an den Ludwig-Erhard-Platz – wieder aus der Not heraus. „Erstens mussten wir zu Volksfestzeiten ohnehin ausweichen und zweitens wollten wir den Platz beleben“, sagt Dießl. 

Doch die Anfangs-Euphorie verflog schnell: Aus anfangs acht Markt-Ständen wurden schnell weniger. „Keine Kunden, kein Markt“, titelte die Tegernseer Zeitung Ende Dezember 2006 und zitierte Bürgermeister Georg von Preysing mit den Worten „Wir können die Leute nicht hintragen.“ 

Neustart mit acht Händlern

Jetzt wird ein neues Kapitel aufgeschlagen: Bereits am kommenden Freitag, 1. Juli, findet der Wochen- und Bauernmarkt von 13 bis 18 Uhr wieder am Volksfestplatz statt – wie früher neben der Viehhalle. Die Initiative geht von der Rottacher Markt-Organisatorin Kathi Porkolab aus. Sie hatte in der Gemeinde wegen einem Flohmarkt angefragt. „Doch wir haben ihr klar gemacht, dass frischer Schwung für den Bauernmarkt wichtiger sei“, sagt Gemeinde-Kämmerer Georg Glas. Porkolab erklärte den Markt zu ihrem Projekt und konnte schließlich acht Händler verpflichten, mit denen sie am Freitag loslegt. „Es gibt ein vielfältiges Angebot“, verspricht die gebürtige Ungarin. „Neben Obst, Gemüse, Fleisch, Brot, Kuchen und Honig werden auch Spezialitäten aus Tirol und der Türkei sowie Wild angeboten.“ Die Gemeinde hat einen Zwei-Jahres-Vertrag geschlossen und freut sich, dass der Markt einen neuen Anlauf nimmt. 

Dass der Ludwig-Erhard-Platz damit vorerst wieder verwaist, tut auch Isabella Moser leid. Sie steht ab Freitag am Volksfestplatz mit ihrem Wagen und hofft, dass Klagen über schlechte Park- und Zugangsmöglichkeiten damit der Vergangenheit angehören.

gr

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