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Vor vollen Rängen spielten die Gmunder Dorfmusikanten um Leiter Bernhard Müller auf. Vorsitzender Hans Schmid begrüßte auch seine Bürgermeister-Gegenkandidaten im Neureuthersaal.

Gmunder Dorfmusikanten 

Da tanzt sogar der Dirigent

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Ein bestens aufgelegtes Ensemble, ein launiger Moderator, ein begeistertes Publikum. Das Jubiläumsjahr der Gmunder Dorfmusikanten hat bestens begonnen.

Gmund – Dass Blasmusik keinesfalls veraltet, sondern modern, jung und kosmopolitisch ist, stellten am Freitag die Gmunder Dorfmusikanten mit ihrem großen Neujahrskonzert unter Beweis. Über 300 Gäste erlebten einen vergnüglichen Abend.

Es war ein lebendiges Programm mit Märschen, Walzern und Polkas, aber auch mit internationalen, swingenden Bigband-Hits, welches die 32 Gmunder Dorfmusikanten im Neureuthersaal zum Besten gaben. Lebendig war das Konzert als Auftakt zum Jubiläumsjahr der Dorfmusikanten, die heuer ihr 25-jähriges Bestehen gebührend feiern wollen, in mehrfacher Hinsicht.

Zum einen führte wieder Georg Bauer aus Bernloh mit seiner frechen, selbstironischen, anspielungsreichen und eben stets vitalen Ansage durch den dreieinhalbstündigen Abend. Er lieferte nicht nur spannende Hintergrundinformationen zu den Musikstücken wie dem Kaiserin Sissi-Marsch, der Von-ganzem-Herzen-Polka, der Erkennungsmelodie des Grand Prix’ der Volksmusik „So schön ist Blasmusik“, des Konzertstücks „Concerto D’Amore“, dem Klassiker und Filmhit „Beyond the Sea“ und einem Medley von Herb Alperts Golden Hits. Wobei Bauer stets betonte, dass das Gros der Komponisten und Arrangeure noch unter den Lebenden weile: „Der lebt aa no“, hieß es deshalb mehrfach. Bauer sprudelte geradezu über mit Geschichten, Witzen, Pointen, Gedichten. Sein Höhepunkt waren die Verse aus Michl Ehbauers Baierischer Weltgeschichte „Sodoma und Gomorrha oder Wia der Lot aufs Salzstangerl kemma is“, für das er Lacher und stürmischen Applaus erntete.

Ebenfalls in Versen stellte er alle Dorfmusikanten namentlich vor und spielte damit Thomas Brunner vom Musikbund von Ober- und Niederbayern in die Karten, der die Ehrungen verdienter Mitglieder vornahm und die Leistungsabzeichen an den Nachwuchs überreichte.

Ein Hohelied gab es dabei auch auf den „Mann der Tat“ und Vorsitzenden der Dorfmusikanten, Hans Schmid, der seit 50 Jahren mit Waldhorn oder Tuba aktiv musiziert. Ein klein wenig geriet die Laudatio auf Schmid zur Wahlkampfrede für den SPD-Bürgermeisterkandidaten, der eingangs auch seine Mitbewerber um das Amt, Alfons Besl (FWG) und Franz von Preysing (CSU), nebst Noch-Bürgermeister Georg von Preysing, Gemeinderäten und Vertretern der Ortsvereine begrüßt hatte. Die Besucher schmunzelten über die kopierten „Wahlplakate“ mit Hans Schmid, der Gmund „great again“ machen wolle, die sich nach dem Konzert im Garderobenbereich finden sollten.

Bis es aber so weit war, überzeugten die Gmunder Dorfmusikanten mit ihrem breiten Repertoire, das sie so harmonisch und souverän präsentierten, dass ihr Musikleiter Bernhard Müller geradezu verzückt und tanzenderweise dirigierte. Lediglich bei dem mit jazzigen, funkigen, mit mexikanischen Klängen durchsetzten Alpert-Medley drohten ihm seine Musiker vor lauter Spielfreude fast davonzugaloppieren. Für so viel lebendige Musikbegeisterung, die sich auf der nagelneuen Homepage und mit einigen Konzertveranstaltungen im angebrochenen Jubiläumsjahr widerspiegelt, gab es jede Menge Beifall.

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