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Bei der Jungbürgerversammlung im Rathaus hörten sich Bürgermeister Georg von Preysing (l.) und Jugendreferentin Christine Zierer (untenl.) die Wünsche an.

Bei der Jungbürgerversammlung in Gmund

Jugend wünscht sich Attraktionen fürs Strandbad Seeglas

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Gmund - Zur Jungbürgerversammlung kam zwar nur eine Handvoll Jugendlicher. Dafür äußerten sie wertvolle Anregungen für ihre Gemeinde.

Ehrlich gesagt hätte sich Jugend- und Sportreferentin Christine Zierer (FWG) schon gewünscht, dass ein paar mehr Mädchen und Buben Interesse zeigen. Weil aber heuer darauf verzichtet wurde, jeden Jugendlichen der Gemeinde persönlich per Brief einzuladen, fand nur eine Handvoll Jugendlicher den Weg ins Rathaus zur diesjährigen Jungbürgerversammlung. 

Dort wurden dann aber durchaus kreative Anregungen geäußert. Etwa für das Strandbad Seeglas: Die Jugendlichen wünschen sich, dass im Wasser ein paar Attraktionen installiert werden – zum Beispiel eine Rutsche oder Gummirollen zum Balancieren. Bürgermeister Georg von Preysing (CSU) machte Hoffnungen, dass dieser Wunsch umgesetzt wird, auch wenn dies nicht ganz einfach sei. Man wolle nämlich auch künftig ohne Bademeister auskommen. Andernfalls könnte das Strandbad nicht mehr bei freiem Eintritt angeboten werden. „Die Gemeinde hat sich bereits mit dem Thema befasst“, berichtet Zierer. Zum Sommer 2017 will man Geräte anbieten. Und auch am benachbarten Spielplatz sollen Wasserspiele integriert werden. 

Die Schülerbeförderung ist ebenfalls ein Thema, das die Jugendlichen zu einer Nachfrage veranlasste. Wie könne es sein, dass Realschüler aus Moosrain nicht in den Grundschulbus steigen dürfen, der fast vor der Haustüre hält und an der Realschule vorbeifährt? Die Moosrainer Kinder müssten vielmehr lange Umwege machen und mit der Bahn fahren. Preysing erklärte, dass die Realschüler-Beförderung eine Aufgabe des Landkreises, die Grundschüler-Beförderung aber Thema der Gemeinde sei. Er versprach, sich für eine unbürokratische Lösung einzusetzen. 

Schließlich wollte der Rathauschef von den Jugendlichen wissen, welche Erfahrungen sie mit den Asylbewerbern im Ort gemacht hätten. Es gebe so gut wie keine Berührungspunkte, lautete die Antwort. Und wenn, dann hätten sie den Eindruck, dass die meisten „hilfsbereit und nett seien“, hieß es am Ratstisch. Diese Botschaft konnten der Rathauschef und seine Referentin nach gut einer Stunde mitnehmen. Im nächsten Jahr, so Zierer, werde man wieder mehr Werbung für die Jungbürgerversammlung machen.

gr

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