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Gelöste Stimmung nach der Wahl: Barbara von Miller, die von vornherein auf eine Kandidatur verzichtet hatte, gratuliert Johann Schmid zur Nominierung.

„Mit dem Hansi sind wir besser aufgestellt“

Bürgermeisterwahl: SPD nominiert Schmid, von Miller zieht zurück 

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Die SPD schickt Johann Schmid (60) ins Rennen ums Bürgermeisteramt in Gmund. Kollegin Barbara von Miller zog ihre Bewerbung zurück. Die Zeit sei in Gmund noch nicht reif für eine Frau auf dem Chefsessel.

Gmund – Fast schon Stammtisch-Atmosphäre herrschte am Donnerstagabend bei der Nominierungsversammlung des Gmunder SPD-Ortsvereins im Gasthof Köck. Etwa 15 Besucher hatten sich in einem kleinen Nebenraum der Gaststätte eingefunden, darunter neun Wahlberechtigte und auch Vertreter der CSU wie die Gemeinderätin Martina Ettstaller. In Gmund, so ihre Feststellung, pflege man ein gutes Verhältnis über die Fraktionsgrenzen hinweg.

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Für eine Überraschung sorgte gleich zum Auftakt der Versammlung Barbara von Miller, die seit 2008 für die SPD im Gmunder Gemeinderat sitzt und ursprünglich ebenfalls auf der Bewerberliste um die Bürgermeister-Kandidatur stand. In den vergangenen zwei Wochen hätten sie „Zweifel beschlichen“, was ihre Ambitionen auf das Amt des Rathaus-Chefs betrifft, sagte von Miller gerade heraus. Bei der Wahl am 25. Februar solle ein „achtbares Ergebnis“ zustande kommen – „und da sind wir mit dem Hansi einfach besser aufgestellt“, glaubt die Genossin. Die Gemeinde Gmund sei sehr traditionsbehaftet, mit einer Frau als Bürgermeisterin tue man sich hier vermutlich noch schwer, so von Miller, die damit auf ihre Bewerbung offiziell verzichtete.

Blieb also SPD-Ortsvorsitzender Johann Schmid, der im Februar seinen Hut in den Ring werfen möchte. Diese Entscheidung, so Schmid, sei nicht ad hoc gefallen, sondern das Ergebnis eines „langen Überlegungsprozesses“. Seit 20 Jahren ist Schmid im Gmunder Gemeinderat vertreten, er war unter anderem Mitinitiator des Agmunda-Prozesses und spielt seit 50 Jahren als aktiver Musikant in seiner Heimatgemeinde. „Ich habe mich noch nie vor Verantwortung oder Arbeit gedrückt“, warb der Familienvater und selbstständige Versicherungsfachmann um die Gunst seiner Parteikollegen.

Als politische Ziele nannte Schmid mitunter die Schaffung zukunftsfähiger Arbeitsplätze, eine verstärkte Bürgerbeteiligung bei weitreichenden Vorhaben und eine interkommunale Zusammenarbeit, etwa bei Themen wie der Finanzierung des Wiesseer Badeparks.

Bei den Versammelten, so schien es, brauchte Schmid nicht mehr viel Überzeugungsarbeit leisten: Einstimmig kürten ihn die SPD-Mitglieder zu ihrem Bürgermeisterkandidaten. Er freue sich auf drei, vier spannende Monate, meinte Schmid anschließend mit Blick auf den bevorstehenden Wahlkampf. Dabei bekommt es der 60-Jährige mit zwei namhaften Gegenkandidaten zu tun:Für die FWG möchte Alfons Besel und für die CSU Franz von Preysing in den Ring steigen.

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