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Peter Horst (r.), hier bei der Nominierungsversammlung der SPD, will Bürgermeister in Gmund werden.

Bürgermeisterwahl in Gmund

Grüne distanzieren sich von Horst

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Er ist noch nicht mal Kandidat, aber schafft es schon alle aufzuschrecken: Gemeinde, Parteien und sogar der Landrat melden sich mit Richtigstellungen gegenüber Peter Horst.

Gmund Auslöser ist der promovierte Rechtsanwalt Peter Michael Horst. Der Parteifreie hat die Bewegung Gmund aktiv gegründet und den Wahlvorschlag für seine Person bei der Gemeinde eingereicht.  Die Vorschläge für die Bewerber Franz von Preysing (CSU), Alfons Besel (FWG) sowie Johann Schmid (SPD) liegen bereits vor.  Ob Horst die nötigen 120 Unterschriften bekommt, ist noch offen. Bis zum 15. Januar, 12 Uhr, kann man sich in eine Unterstützungsliste eintragen. Am Dienstag, 16. Januar, 8.30 Uhr, wird der Wahlausschuss über die Gültigkeit der Vorschläge entscheiden. Fest steht: Am Montagmittag waren es laut Gemeinde bisher drei Unterschriften.

Horst selbst sorgt nun für Zündstoff. Er hatte öffentlich behauptet, dass es bisher nur wenige Unterschriften gebe, da das EDV-System der Gemeinde tagelang ausgefallen sei. So habe nicht geprüft werden können, ob die Personen, die sich in die Liste eintrugen, tatsächlich auch in Gmund wahlberechtigt seien. Diese Behauptung stellt Florian Ruml, Geschäftsführer der Gemeinde und zugleich Wahlleiter, jetzt in einer Pressemitteilung richtig. So sei es trotz eines EDV-Ausfalls durchgängig möglich gewesen, sich mit seiner Unterschrift einzutragen. Ruml: „Es ist nicht richtig, dass sich im Zeitraum des EDV-Ausfalls niemand in die Liste eintragen konnte.“ Die Wahlberechtigten, so Ruml, müssen sich durch ein amtliches Ausweispapier ausweisen, etwa durch einen gültigen Personalausweis oder Führerschein. Ein EDV-Ausfall sei also kein Grund, Eintragungswillige zurückzuweisen.“ 

Dass sich die beiden Grünen-Rätinnen Helga und Laura Wagner für den 60-Jährigen stark machen und Horst bei seinen Signaturen mit dem Zusatz wirbt, er werde von Gmund aktiv und der Gemeinderatsfraktion der Grünen unterstützt, sorgt ebenfalls für Wirbel. Ulrike Küster, Sprecherin des Grünen-Kreisverbands, distanziert sich in einer Pressemitteilung: Es sei nicht richtig, dass die Gmunder Grünen und der Kreisverband Horst unterstützen. Vielmehr handle es sich um eine persönliche Wahlempfehlung der Wagners. Küster weiter: „Aus einer persönlichen Empfehlung kann man nicht die Unterstützung der Grünen basteln. Die hat Herr Dr. Horst definitiv nicht.“ Sogar Laura und Helga Wagner sind verwundert: „Wir müssen überlegen, ob wir unsere Wahlempfehlung aufrecht erhalten wollen“, so Laura Wagner. 

Am Montag Nachmittag eine weitere Klarstellung der Gemeinde zu einem Gerücht, dem sich Horst widmet: der angeblichen Schließung der Bahnstrecke zwischen Gmund und Tegernsee. „Das ist falsch und gegenstandslos“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Bahn-Gesellschafter-Vertreter Wolfgang Rzehak (Landkreis), Johannes Hagn (Tegernsee) und Georg von Preysing (Gmund). „Dies wurde zu keinem Zeitpunkt diskutiert. Die Bahnverbindung bis nach Tegernsee ist unverzichtbar.“ 

Unterdessen macht Wolfgang Rzehak, selbst wahlberechtigt in Gmund, auf seiner Facebook-Seite keinen Hehl daraus, was er von Horst hält.  

„Damit keine Missverständnisse aufkommen: Es gibt keine Unterstützung der Gmunder Grünen oder des Kreisverbandes der Grünen für Herrn Horst“, schreibt Rzehak. Das sei eine absolute Privatmeinung von Helga und Laura Wagner und nicht mit den Grünen vor Ort abgesprochen. Rzehak über Horst: „Nicht wählbar und als Bürgermeister nicht geeignet.“  

gr

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